Panorama Mutter wirft ihr Baby aus dem Fenster

Eine 20-Jährige hat ihr Neugeborenes am zweiten Weihnachtsfeiertag aus dem Fenster eines Wohnhauses geworfen.(Symbolbild) Foto: dpa

BERLIN - Das Neugeborene stirbt in der Klinik. Die 20-Jährige gibt die Tat zu. Sie hatte den Jungen an Weihnachten zur Welt gebracht.

 

Drama in Berlin: Eine 20-Jährige hat ihr Neugeborenes am zweiten Weihnachtsfeiertag aus dem Fenster eines Wohnhauses geworfen. Das Baby starb trotz intensivmedizinischer Behandlungen in der Nacht zu Montag in einer Klinik an den schweren Verletzungen.

Die Frau hatte das Kind vermutlich zu Weihnachten alleine in ihrer Wohnung im Stadtteil Charlottenburg zur Welt gebracht.

Anwohner hatten am Sonntagnachmittag den Säugling entdeckt, der unbekleidet in dem Hinterhof des Mehrfamilienhauses lag. Es soll sich um einen kleinen Jungen gehandelt haben, berichtet die Online-Ausgabe der „Berliner Zeitung“. Die Nabelschnur habe noch an seinem Bauch gehangen. Ein Anwohner wickelte das Kind notdürftig in Decken und alarmierte dann die Polizei.

Weil rund um das Baby im Schnee keinerlei Spuren zu sehen waren, gingen die Ermittler davon aus, dass jemand den Säugling aus dem Fenster geworfen habe. Die Fahndungen führten die Beamten zu einer 20-Jährigen, die im ersten Obergeschoss des Hauses in einer Wohnung lebt.

Eigenen Angaben zufolge hatte sie das Neugeborene erst allein zur Welt gebracht und anschließend aus dem Fenster geworfen.

Die 20-jährige Mutter wurde verhaftet und sollte noch am Montag einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls wegen des Verdachts des Totschlags vorgeführt werden. Sie gab die Tat zu, deren Hintergründe aber noch unklar sind. Gegenüber der Polizei habe die 20-Jährige in ersten Vernehmungen zum Tathergang behauptet, sie hätte einen Schreck bekommen und das Baby aus Versehen aus dem Fenster geworfen. Nun überprüft die Kriminalpolizei, ob die Frau psychisch krank ist.

Laut Informationen der „Berliner Zeitung“ soll die Täterin ursprünglich aus Rumänien stammen und im Berliner Rotlichtmilieu tätig sein. Sie soll am Stuttgarter Platz in einer Bar gearbeitet haben.

 

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