Panorama "Mit Machete verletzt": Zeugen belasten Pokerräuber

Die Berliner Poker-Räuber Foto: dpa

BERLIN - Im Prozess gegen die Berliner Pokerräuber haben mehrere Zeugen die vier Täter schwer belastet. Die vier Pokerräuber im Alter von 19 bis 21 Jahren hatten im März Deutschlands größtes Pokerturnier gestürmt und knapp 242.000 Euro erbeutet.

 

Vor derJugendstrafkammer des Landgerichts beschuldigte ein frühererWachmann am Montag zwei der Angeklagten, auf ihn eingetreten zuhaben, als er bereits am Boden gelegen habe. Seit dem Überfallleidet der 30-Jährige nach eigenen Angaben unter psychischenProblemen und kann seinen Beruf nicht mehr ausüben.

Ein zweiter Sicherheitsbeamte gab an, von einem der Täter miteiner Machete leicht verletzt worden zu sein. „Ich hatte nichts,womit ich mich verteidigen konnte“, sagte der 36-Jährige, der amTag des Pokerturniers wie seine Kollegen unbewaffnet war. Zum Umstand, dass der Tresor zum Zeitpunkt des Überfalls offenstand, sagte er: „Das war der perfekte Moment.“ Ein bewaffneterKollege, der den Tresor hätte bewachen sollen, sei wegen einesVerkehrsunfalls nicht dagewesen. „Ich stand auf weiter Flurallein“, sagte der Wachmann.

Die vier Pokerräuber im Alter von 19 bis 21 Jahren hatten im MärzDeutschlands größtes Pokerturnier gestürmt und knapp 242.000 Euroerbeutet. Alle Räuber haben ihre Tatbeteiligung bereits gestanden.Bislang hat gleichwohl nur einer der Angeklagten eingeräumt, einenWachmann „geschubst“ zu haben. Auch zum Verbleib der Beute, von derbis heute nur 4.000 Euro wieder aufgetaucht sind, schweigen diejungen Männer. Zwei mutmaßliche Drahtzieher sitzen inUntersuchungshaft und warten auf ihren Prozess.

DAPD

 

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