Panorama Kachelmann scheitert mit Befangenheitsanträgen

Jörg Kachelmann Foto: dpa

BERLIN - Der erste Prozesstag war nach wenigen Minuten schon vorbei: Die Anwälte Kachelmanns hatten zuvor Befangenheitsanträge gegen zwei Richter gestellt. Doch damit sind sie jetzt gescheitert.

 

Fernsehwettermoderator Jörg Kachelmann ist inseinem Prozess wegen Vergewaltigung mit zwei Befangenheitsanträgengescheitert.

Die Anträge gegen den Vorsitzenden Richter MichaelSeidling und eine weitere Richterin seien abgelehnt worden, sagteKachelmanns Strafverteidiger Reinhard Birkenstock am Freitag derNachrichtenagentur dapd. Ein Sprecher des Landgerichts Mannheim warfür eine Stellungnahme am Abend nicht mehr zu erreichen.

Der Prozess gegen den Meteorologen war am Montag wegen denBefangenheitsanträgen wenige Minuten nach der Eröffnung unterbrochenworden. Die Verhandlung wurde auf Montag (13. September) vertagt.Der Inhalt der 67 Seiten umfassenden Anträge wurde nicht bekannt.Birkenstock hatte gesagt: "Es geht der Verteidigung nicht darum,Richterpersönlichkeiten öffentlich anzugreifen." Er habe in denAnträgen Gründe vorgetragen, warum die beiden Richter aus Sichtseines Mandanten "nicht völlig unvoreingenommen" seien. In denMedien war vor Prozessbeginn berichtet worden, dass der VorsitzendeRichter als Vorstand eines Sportvereins den Vater des mutmaßlichenVergewaltigungsopfers kennen soll.

Der 52-Jährige wird verdächtigt, im Februar seine langjährigeFreundin mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben.Kachelmann streitet die Vorwürfe ab. In dem Prozess werden aninsgesamt 13 Verhandlungstagen 25 Zeugen und Gutachter gehört.

dapd

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