Panorama Blitzeis und Nässe: Unfälle in ganz Deutschland

Illustration Foto: dpa

BERLIN - Erst der Schnee, jetzt der Regen: In ganz Deutschland sorgen Blitzeis, Frost und Nässe fürspiegelglatte Straßen. In Bayern verletzten sich mehrere Menschen, eine Frau stirbt.

 

Steigende Temperaturen sorgen zum Wochenstart aufDeutschlands Straßen erneut für Verkehrsprobleme. Während in einigenRegionen am Montagmorgen noch Überbleibsel der Schneeverwehungen aufden Straßen lagen, machten andernorts überfrierende Nässe undBlitzeis den Autofahrern zu schaffen.

Nahe dem niedersächsischen Gifhorn kamen in der Nacht zweiMenschen ums Leben, als ein Kleinbusfahrer beim Überholen auf glatterFahrbahn ins Schleudern geriet und gegen zwei Bäume raste. ZweiFrauen im Alter von 51 und 63 Jahren starben. Der 50-jährige Fahrer,seine 19-jährige Tochter und eine weitere 55-Jährige wurden schwerverletzt. Zudem registrierte die Polizei mehrere Glätteunfälle aufder Autobahn 29 Oldenburg-Wilhelmshaven binnen nur zwei Stunden.

Das erste Blitzeis in Schleswig-Holstein

Weiter nördlich in Schleswig-Holstein registrierten diePolizeibehörden das erste Blitzeis. Lastwagen blieben auf denspiegelglatten Fahrbahnen liegen. „Die Streudienste kümmern sichaber“, sagte ein Polizeisprecher in Kiel.

Heftige Niederschläge soll es im Süden geben. In Baden-Württembergsagten die Meteorologen sogar Alarmstufe Rot voraus: Dort könntensich Schneefälle in Regenschauer verwandeln und teilweise 60 Literpro Quadratmeter auf den Boden prasseln. „Es ist dabei mit massivemTauwetter zu rechnen, so dass es nach den Schneefällen zu größerenÜberflutungen kommen kann. Auf noch gefrorenen Böden kann das Wasserzudem kaum versickern“, teilte die Unwetterzentrale Meteomedia mit.Und auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte für den Süden Schnee,Schneematsch und überfrierende Nässe voraus.

Nach Angaben des Verkehrsdienstes in Stuttgart kam es schon amMorgen vermehrt zu Unfällen. Zumeist blieb es bei Blechschäden,Menschen wurden nicht verletzt. Straßen im Schwarzwald seienteilweise unbefahrbar durch den hochgetürmten Schnee und auch beiFreiburg gebe es vereiste Straßen.

Vier Menschen Verletzte, eine Tote in Bayern

Auch in Bayern, so etwa in Augsburg, Regensburg und Würzburg, kames zu mehr als einem Dutzend Unfälle. Allein vier Menschen wurdenschwer verletzt, als eine Großraumlimousine bei der Auffahrt aufeinen Autobahn-Parkplatz bei Würzburg ins Schleudern geriet und gegenden einzigen dort parkenden Sattelzug prallte. Zwei weitere Personenwurden leicht verletzt.

Auf schneeglatter Fahrbahn ist amMontagmorgen eine junge Frau bei Fischach im Landkreis Augsburgtödlich verunglückt. Wie die Polizei in Augsburg mitteilte, war die24-Jährige mit einem entgegenkommenden Auto zusammengestoßen. DerFahrer des anderen Wagens wurde dabei schwer verletzt. Wie es zu demUnfall kam und wer ihn verursachte, war zunächst nicht bekannt.

Der Winter hat auch Nordrhein-Westfalen fest im Griff. Alleinezwischen Sonntagmittag und Abend kam es zu 316 Unfällen. Dabei wurdensechs Personen schwer verletzt, 29 leicht. Der Schaden beläuft sichinsgesamt auf rund 1,1 Millionen Euro, teilten die Behörden mit. InWuppertal stürzten etliche Bäume unter der Last von Schnee auf dieStraßen und Äste versperrten Fahrbahnen. Dadurch wurden Zufahrten zuEinsatzstellen von Feuerwehr und Rettungsdiensten stark behindert.

Ansonsten gab es aber auch Freude über die etwas höherenTemperaturen nach den Minus-Rekorden. Für einzelne war das sogarAnlass, vom Sommer zu schwärmen: „Hier ist fast Mallorca-Klima“,sagte ein Polizeisprecher in Mönchengladbach.

dpa

 

0 Kommentare