Pannen-Justiz Sachsen MP5 verloren: Sächsische Polizei sucht Maschinenpistole

Wie kann sowas passieren? Die Polizei Sachsen vermisst eine MP5. Foto: Polizei Sachsen

Was ist eigentlich mit der sächsischen Justiz los? Man erkennt nicht, dass in Freital nicht nur besorgte Bürger protestieren, man vermasselt die Festnahme von Dschaber al-Bakr, weil keiner so schnell laufen kann wie der Syrer und dann ist man am Ende auch noch überrascht, dass ein potentieller Selbstmordattentäter sich umbringen kann. Da passt es natürlich auch perfekt ins Bild, dass die Polizei einfach mal eine Maschinenpistole verliert.

Passiert ist das schon im August, doch nach der aktuellen Pannenkette bekommt dieser geradezu symptomatische Zwischenfall nochmal viel Aufmerksamkeit. Das dürfte nicht nur daran liegen, dass schon allein der der Verlust einer automatischen Waffe ziemlich ungeheuerlich ist, sondern auch daran, dass die Umstände des Verlusts geradezu hanebüchen sind.

Am Abend des 11. August 2016 hatte eine Polizeistreife gerade einen Einsatz, bei dem die Heckler & Koch MP5 mitgeführt wurde, beendet und sortierte sich und ihre Ausrüstungsgegenstände vor dem Streifenwagen neu. Dabei legte einer der Beamten die geladene Maschinenpistole auf dem Dach des Fahrzeugs ab.

Just in diesem Moment ging ein Notruf bei der Polizei ein: Eine Tankstellenbesitzerin wurde von drei Männern mit Cutter-Messern bedroht, nachdem sie diese aus ihrem Verkaufsraum geschmissen hatte. Die beiden Polizisten fackelten nicht lange, sprangen ins Auto und rasten zum Tatort.

Polizei fragt: Wer hat eine Maschinenpistole fallen gehört?

Dort angekommen mussten sie feststellen, dass nicht nur die drei Halbstarken längst das Weite gesucht hatten, sondern auch, dass ihre MP5 verschwunden war. Die lag nämlich im Moment der Abfahrt noch auf dem Autodach und muss irgendwo zwischen dem ursprünglichen Einsatzort und der Tankstelle runtergefallen sein. Seitdem fehlt von der als Kriegswaffe klassifizierten HK MP5 jede Spur.

Lediglich das komplett geladene Magazin tauchte einige Tage später wieder auf. Ein Anwohner hatte es auf der Straße gefunden und bei der Polizei abgeliefert. Vermutlich hatte es sich beim Aufschlag auf dem Asphalt aus der Waffe gelöst.

Seit nunmehr gut zehn Wochen sucht die sächsische Polizei jetzt nach der Maschinenpistole – mit Flugblättern, aber ohne Erfolg. Ein Zeichen ihrer Hilflosigkeit bei diesem Unterfangen dürfte sein, dass man nicht nur nach der Waffe selbst sucht, sondern auch nach Leuten, die in der Nacht "ein Aufschlaggeräusch von Metall auf festem Untergrund wahrgenommen" haben...

Das gibt's nur in Sachsen: Finderlohn für eine MP5. Zum Vergrößern bitte Anklicken!

 

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