Panik in Obersendling Frau fuchtelt mit Waffe herum - Polizist schießt

Eine Frau fuchtelte am 5. März auf der Straße mit einer Art Pistole herum, bedrohte eine Passantin - die Polizei reagierte mit einem Schuss. Foto: imago

Die Waffe erwies sich als Soft-Air-Pistole. Die Frau soll in der Psychiatrie untergebracht werden.

 

München - Riesenaufregung in Obersendling: Eine Frau fuchtelte am 5. März auf der Straße mit einer Art Pistole herum, bedrohte eine Passantin, die die Polizei alarmierte. Da sich in der Hand der Frau tatsächlich eine Waffe befand, wurde sie von einem Polizisten mit gezogenener Dienstpistole aufgefordert anzuhalten und ihre Waffe niederzulegen. Die 50-Jährige reagierte nicht und setzte ihren Weg in Richtung U-Bahn-Abgang Obersendling unbeirrt fort. Daraufhin gab der Beamte einen Warnschuss ab.

Wieder keine Reaktion. Die Frau setzte ihren Weg fort, schrie kurz bevor sie die Treppe zur U-Bahn hinab ging, dass sie in die Stadt fahren würde und irgendjemand bestrafen würde. Das war Grund genug für den Beamten, einmal gezielt auf die Beine der Frau zu schießen. Doch er verfehlte sein Ziel. Die Frau konnte erst auf dem Bahnsteig festgenommen werden. Die Waffe erwies sich als Soft-Air-Pistole, die Frau als psychisch krank.

Urteil am 16. Dezember

Seit Freitag wird nun darüber verhandelt, ob sie dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht wird. So wie es die Staatsanwaltschaft beantragt hat. Weil von der Frau erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten seien. Als er seine Waffe auf sie richtete, habe sich die Frau widerstandslos festnehmen lassen, berichtet ein Polizist beim Prozessauftakt.

Ein Urteil soll am 16. Dezember gefällt werden.

 

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