Ostern bei der Bundespolizei Po-Grapscher, Schuh-Werfer, Graffiti-Sprayer

Die Bundespolizei hatte an den Osterfeiertagen einiges zu tun. Foto: Bundespolizei

Die Münchner Bundespolizei musste an Ostern zu mehreren kleinen Gewaltdelikten ausrücken. Am Stachus flogen Schuhe auf die Beamten, am Hauptbahnhof zwickte ein Mann Frauen in den Po.

München - Am Karfreitag gerieten gegen 21:30 Uhr ein 16-jähriger und ein 23-jähriger Deutscher mit einer Reinigungskraft der Deutschen Bahn am Stachus in Streit. Beide rauchten am Bahnsteig, trotz mehrfacher Aufforderung des 45-jährigen DB-Mitarbeiters, dies zu unterlassen.

Die Bahnsteigaufsicht wollte die Männer deswegen von der Fahrt mit einer bereits im Bahnhof stehenden S3 ausschließen. Während der 16-Jährige der Aufforderung die S-Bahn zu verlassen nachkam, weigerte sich der 23-Jährige aus Thalkirchen, aus der S-Bahn auszusteigen. DB-Securities versuchten deshalb, den Mann aus der S-Bahn zu bringen. Dabei versuchte der 23-Jährige, die Sicherheitsmitarbeiter zu treten. Auch warf er einen seiner Schuhe auf den Sicherheitsmitarbeiter.

Anschließend beleidigte der 23-Jährige hinzugerufene Bundespolizisten lautstark mit Aussagen wie "Nazis", "Bullenschweine", "Wichser" und "ACAB". Auf der Wache gabe er an, "es wäre lustig am Bahnsteig zu rauchen". Die Beamten fanden das Verhalten des Mannes allerdings gar nicht lustig. Gegen ihn wird nun wegen Beleidigung, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Er hatte 0,36 Promille Alkohol im Blut.

München Hauptbahnhof: Mann zwickt Frauen ins Gesäß

Deutlich mehr Alkohol im Blut, nämlich 3,22 Promille, hatte am Samstag ein Mann am Hauptbahnhof. Er schlief in der Schalterhalle. Als DB-Mitarbeiter den Mann weckten, griff der 37-Jährige einen der Mitarbeiter tätlich an. Die Bundespolizei leitete strafrechtliche Ermittlungen wegen Körperverletzung ein.

Am Ostersonntag dann bemerkten Zeugen einen 24-Jährigen, der am Hauptbahnhof Frauen ins Gesäß zwickte. Sicherheitsmitarbeiter forderten den Mann auf, den Bahnhof zu verlassen. Dem kam der Mann aber nicht nach, beleidigte die Mitarbeiter und legte sich am Taxistand an der Arnuflstraße auf den Boden und stellte sich tot. Als Bundespolizisten ihm aufhelfen wollten, griff  er die Beamten an. Gegen den Eritreer wird wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt, zudem erhielt er ein Hausverbot für den Münchner Hauptbahnhof.

Dachau und München Ostbahnhof: Graffiti-Sprayer richten großen Schaden an

Am Sonntag informierte die Leitstelle der Deutsche Bahn Sicherheit die Bundespolizei über mehrere flüchtige Graffitisprayer. Unbekannte Täter besprühten zwei in der Abstellung Dachau abgestellte S-Bahn-Garnituren auf einer Fläche von 160 Quadratmetern und verursachten dadurch einen Sachschaden in Höhe von rund 6.400 Euro. 

Auch am Ostbahnhof hatten Unbekannte eine abgestellte Lok auf einer Fläche vom etwa 44 Quadratmetern besprüht. Der Schaden wird auf circa 1.640 Euro geschätzt. In beiden Fällen wurden Ermittlungen wegen Gemeinschädlicher Sachbeschädigung eingeleitet.

 

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