Ortstermin an der Maximilianstraße Café Roma in München: Wiedereröffnung Mitte August - jetzt wirklich!

Ortstermin: Gastronom Gabriel Lewy (l.) mit OB-Kandidatin Kristina Frank (CSU) und Oliver Berben vor dem neuen Café Roma. Foto: Kimberly Hagen

Das neue Café Roma eröffnet in zwei Wochen. Wie es wird, warum München diese "einzigartige Bühne" braucht und warum kein Ärger mit Nachbarn droht, sagen Gabriel Lewy und Oliver Berben in der AZ. Am Mittwoch gab es vorab einen Ortstermin.

 

München - Es schien Münchens unendliche Geschichte zu werden. Fünf Jahre lang wurde immer wieder verkündet und berichtet, dass das Café Roma wiedereröffnet. Jetzt ist es so weit - wirklich, tatsächlich und auf jeden Fall.

Das neue Café Roma in München öffnet Mitte August

"Mitte August ist das Roma wieder da", sagt Gastronom Gabriel Lewy (72) beim Ortstermin mit OB-Kandidatin Kristina Frank (38, CSU) der AZ - und kann es selbst noch nicht ganz glauben. Aber: "Alle baulichen Probleme sind geklärt. Es hat viel länger gedauert als gehofft - wegen der Statik, der Decken, irgendwas war immer. Jetzt sind wir zurück."

Mit "wir" meint er nicht nur sich selbst, sondern auch Sohn Oliver Berben (47, den er so nennt, obwohl sie nicht blutsverwandt sind) und dieses besondere München-Gefühl, das man mit dem Roma assoziiert.

Café Roma an der Maximilianstraße: Promi-Treff ist zurück

In nur sieben Jahren, von 2000 bis 2007, hat sich das Café zur Legende entwickelt. Und es erweckt sofort Bilder im Kopf: die herrliche und stets rappelvolle Sonnenterrasse, die mehr ein Laufsteg war, wilde Schampus-Nächte, die vielen Stars und Sternchen, rote Ferraris von Bayern-Stars, die auf dem Bürgersteig parkten, hach, ja. Obwohl es die Nuller-Jahre waren, versetzte das Roma die Gäste in die 80er zurück, als noch dekadent und schillernd gefeiert worden war.

Mit Olivers Mutter, Schauspielerin Iris Berben, war Gabriel Lewy (Roxy, Café Wiener Platz, Atlas, Odeon, News Bar) 32 Jahre lang liiert. Zusammen machten sie das Roma zum Schickimicki-Hotspot, wer in München etwas auf sich hielt, war hier. Also so ziemlich alle.

Silvester 2007 war Schluss mit lustig und feuchtfröhlich, Luxuskonzern Gucci zog ein. Vor fünf Jahren bekam Lewy den Zuschlag fürs Nachbarhaus in der Maximilianstraße 33. Teppichhändler Saemmer zog aus, Lewy ein - mit der erwähnten starken Verzögerung.

Ortstermin mit Kristina Frank an der Maximilianstraße

Jetzt steht der Gastronom mit Oliver Berben und Kommunalreferentin Kristina Frank in den neuen Räumen. Natürlich schaut es noch nach Baustelle aus, doch man kann schon Einiges sehen und erahnen. Viele Fotografen sind da, das Interesse ist groß.

Auch paar ehemalige Stammgäste schauen vorbei, sie hätten gehört, dass die Eröffnung heute sei. „Erst in zwei Wochen“, muss Lewy sie vertrösten. Küchenchef Petro ist das ein bisserl unheimlich: "Das Interesse ist gigantisch. Wir müssen von der ersten Sekunde an perfekt sein." 

Sonnenterrase mit Platz für 150 Gäste

Wie wird es denn nun - das neue Café Roma? Lewy: "Am liebsten hätte ich es so gestaltet wie das alte, aber die Architekten Daniela Wilke und Daniel Hildmann sagten, dass wir etwas mit der Zeit gehen müssen." 

Im Erdgeschoss werden 80 Gäste Platz haben, genauso wie im ersten Stock, der mehr zum Bleiben einladen wird. Smaragdgrün, Aquamarin sind die bestimmenden Farben, dazu unverputzt ausschauende Wände, viel Kunst, 20er-Jahre- Lampen, sehr coole Tapeten. 

Draußen auf der Sonnenterrasse ist Platz für 150 Gäste, das Roma wird täglich von 8 bis 1 Uhr geöffnet haben. "Gern auch länger", wie Lewy sagt. Ärger mit Nachbarn droht keiner: "Sie freuen sich, dass wir zurück sind." Woher kommt eigentlich diese Legendenbildung, warum ist das Roma so kultig?

Lewy: "Der Platz ist einmalig, das Roma war der einzige richtige Treffpunkt. Es gab seitdem nichts Vergleichbares." 

Berben ergänzt: "Alle Städte verändern und dezentralisieren sich. Auch in allen anderen Bereichen wird es immer schwieriger, Leuchttürme zu schaffen, die die Menschen anziehen. Das Roma hat es immer ausgestrahlt: Es ist eine einzigartige Bühne des Sehen und Gesehenwerdens. Trotz der digitalen Welt gibt es eine Sehnsucht bei den Menschen, sich im echten Leben zu treffen, ohne sich groß verabreden zu müssen."

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