Oralsex zu explizit für's Kino Evan Rachel Wood klagt über Doppelmoral

Bricht eine Lanze für die Frauenrechte: Evan Rachel Wood Foto: Danny Moloshok/Invision/AP

Schauspielerin Evan Rachel Wood hat sich auf Twitter heftig über die Doppelmoral in Hollywood beklagt. Anlass ist eine zensierte Sex-Szene in ihrem neuen Film.

 

Los Angeles - Evan Rachel Wood (26, "The Wrestler") gehört wahrlich nicht zu den angepassten Persönlichkeiten in Hollywood. Erst kürzlich hatte sie sich in einem Interview über die Medien echauffiert: Die hatten vor Jahren ihre Beziehung zu Skandal-Rocker Marilyn Manson heftig ausgeschlachtet. Nun hat Wood auf Twitter erneut einen Missstand beklagt. Aufgebracht hat sie eine nachträglich herausgeschnittene Sex-Szene mit Co-Star Shia LaBeouf (27) in ihrem neuen Film "Charly Countryman".

Ganze neun Tweets benötigte die 26-Jährige, um ihrem Ärger Luft zu machen. Die Motion Picture Association of America hatte eine Szene, in der LaBeouf Wood oral befriedigte als nicht geeignet für jüngere Zuschauer eingestuft. Daraufhin wurde die Sequenz gestrichen. Sehr zu Woods Missfallen. "Die Szene, in der zwei Hauptcharaktäre 'Liebe machen' wurde geändert, weil jemand den Eindruck hatte, dass es einigen Zuschauern unangenehm sein könnte zu sehen, wie ein Mann einer Frau Oralsex gibt", schrieb die Schauspielerin. "Die Szenen, in denen Leute getötet werden, indem man ihnen die Köpfe wegpustet sind intakt und unverändert geblieben."

"Das ist das Symptom einer Gesellschaft, die Frauen beschämen will, weil sie Freude am Sex haben, besonders wenn der Mann nicht genauso gut wegkommt", zürnte Wood. Wäre die Konstellation in der Szene andersherum gewesen, wäre diese nicht geschnitten worden, ist sie sich sicher. Wood forderte Filmemacher und Publikum auf "erwachsen zu werden": "Wir haben das Recht, auch unseren Spaß zu haben. Es ist jetzt an der Zeit, mal mit dem Fuß aufzustampfen."

Auch sonst hatte der Streifen, in dem auch Til Schweiger ("Manta Manta") mitspielt, bereits für einigen Zündstoff gesorgt: Co-Darsteller Shia LaBeouf hatte bereits vor einiger Zeit bekannt, dass er zur Vorbereitung auf den Film auch Drogen genommen hatte. In Europa wird "Charly Countryman" wohl erst 2014 zu sehen sein.

 

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