Opfer schickt SMS Geiselnahme im Westend!

Drei Männer fesseln einen 22-Jährigen und fordern von dessen Vater einen vierstelligen Betrag Lösegeld. Eine Spezialeinheit greift ein.

 

Schwanthalerhöhe/Ludwigsvorstadt - Am frühen Sonntagabend erstattete der Vater eines 22-jährigen Deutschen bei der Polizeiinspektion Eggenfelden eine Anzeige. Er erzählte, dass ihm sein Sohn per SMS mitgeteilt habe, dass er in München festgehalten werde und ein vierstelliger Betrag für die Freilassung gezahlt werden müsse.

Daraufhin wurde das Polizeipräsidium München verständigt. Im Zuge der Ermittlungen konnte der Aufenthaltsort des 22-Jährigen ermittelt werden.

Eine Geldübergabe durch den aus Niederbayern anreisenden Vater wurde für Montag, 27. Mai, gegen 1.30 Uhr vereinbart. Dabei konnten drei Tatverdächtige durch eine polizeiliche Spezialeinheit in der Nähe der Münchner Theresienwiese festgenommen werden. Es handelt sich hierbei um einen 20-jährigen Deutschen, einen 31-jährigen Serben und einen 35-jährigen Türken.

In der Folge wurde durch die Mordkommission München noch eine weibliche Tatverdächtige ermittelt, die sich jedoch wieder auf freiem Fuß befindet. Hintergrund für die Geldforderung waren offenbar mögliche Betäubungsmittelgeschäfte. Daraufhin erfolgte eine Durchsuchung von drei Wohnungen und Kellerabteilen. Dabei konnten kleinere Mengen Betäubungsmittel aufgefunden werden.

Gegen die drei männlichen Tatverdächtigen wurde Haftbefehl wegen Straftat der Geiselnahme erlassen. Der 22-jährige Geschädigte soll während seiner Festhaltung in der Wohnung mindestens 20 Minuten mit Handschellen gefesselt worden sein. Zwei der Tatverdächtigen machten keine Angaben zur Sache, der Dritte räumte sowohl die Festhaltung, als auch die Geldforderung ein.

 

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