Ohne missionarischen Eifer Marie Lang bereitet sich vegan auf WM-Fight vor

Ernährt sich seit dem 2. Januar vegan: Münchens Kickbox-Queen Marie Lang. Foto: Michael Wilfling

Münchens Kickbox-Weltmeisterin Marie Lang bereitet sich auf ihre Titelverteidigung gegen Ajla Lukic erstmals in ihrer Karriere komplett vegan vor. "Ich fühle mich wirklich großartig", sagt sie.

 

München - Die Ente zu Weihnachten, das Raclette zu Silvester, dann war Schluss mit der tierischen Völlerei. Seit dem 2. Januar ernährt sich die Münchner Kickbox-Queen Marie Lang vegan. Kein Steak mehr, keine Eier, keine Milch.

Stattdessen besteht das Frühstück aus Soja-Joghurt mit Heidelbeeren und Dinkelflocken, ansonsten kommt Gemüse aller Art mit Kartoffeln, Reis oder Süßkartoffeln auf den Teller und in den Körper, der ja Höchstleistungen bringen muss.

Doku "Gamechanger" inspiriert Marie Lang zum Umdenken

Doch warum mutiert die bekennende Fleisch-Liebhaberin nun zur Veganerin? "Ich habe im Dezember die Dokumentation 'Gamechanger' gesehen, da ging es um Athleten – unter anderem auch einen UFC-Kampfsportler –, die ihre Ernährung komplett auf vegan umgestellt haben und berichteten, dass sie danach eine Leistungsexplosion erlebt haben", sagt Weltmeisterin Lang der AZ, "ich fand das sehr interessant, speziell auch, weil ich mit der Massentierhaltung meine Probleme habe. Daher habe ich mir gesagt, ich werde es mit der veganen Ernährung probieren und mich so auf meine nächste Titelverteidigung vorbereiten."

Am 16. Februar steigt die 33-Jährige im Münchner Showpalast wieder in den Ring und verteidigt ihren WM-Titel gegen die Serbin Ajla Lukic. "Ich bin gespannt, wie ich mich dann im Ring fühle, bisher läuft die Vorbereitung optimal", sagt Lang, "ich hatte ein bisschen Angst davor, dass ich mich schlapp und kraftlos fühlen würde, wenn ich komplett auf Fleisch, Fisch und jegliche tierische Produkte verzichte, aber ich kann nur sagen, dass ich mich – Stand jetzt – großartig fühle."

Marie Lang: Vegane Ernährung ist ein Experiment

Ob die vegane Ernährung bei ihr zum Dauerzustand wird, kann Lang aber noch nicht sagen. "Das ist für mich jetzt ein Experiment – und ich muss abwarten, wie ich mich dann im Ring fühle. Viele bemitleiden mich nun, wenn sie sehen, was ich auf dem Teller habe, aber ich kann nur sagen: Es schmeckt superlecker, ich ernähre mich nicht von trocken Brot und Wasser, sondern koche einfach sehr bewusst", sagt Lang.

Und sie fügt hinzu: "Wobei ich aber zugeben muss, dass ich wirklich große Lust hätte, mal wieder Rührei zu essen. Ein Steak reizt mich gar nicht so, aber einfach mal wieder Eier essen, wäre toll. Vielleicht ist für mich vegetarische Nahrung am Ende besser als strikt vegan."

Marie Lang: Ohne missionarischen Eifer zum Titel

Missionarischen Eifer entwickelt Lang aber nicht. "Ich trage weiter Lederschuhe und bin auch der Meinung, dass – solange die Menschen Tiere essen –, wir alle Teile nutzen sollten. Wir alle sollten uns aber viel bewusster machen, was wir essen – und warum wir es essen. Man kann auf vieles verzichten und sich trotzdem gesund ernähren", sagt Lang und verspricht lachend: "Animalisch bin ich nur im Ring."

Marie, die animalische Pflanzenfresserin.

SPORT1 überträgt Steko’s Fight Night aus dem Münchner Showpalast am Sonntag, 16. Februar, ab 20:45 Uhr live und exklusiv im deutschen Free-TV.

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