Ohne Käufer droht die Schließung Völkl, K2 und weitere Wintersport-Marken vor dem Aus

Zittern in der WIntersport-Branche: Wird ein Käufer für Völkl und Co gefunden? Foto: dpa

Schock in der Wintersport-Branche. Der Eigentümer vieler bekannter Marken, darunter Völkl, K2 und Marker, will sein Wintersport-und Outdoorsegment loswerden. Noch ist kein Käufer in Sicht.

 

Atlanta – Das könnte ein regelrechtes Beben in der Ski-und Snowboardbranche auslösen: Der US-amerikanische Konsumgüterkonzern Newell Brands will sich von rund zehn Prozent seines Portfolios verabschieden. Vor allem die Wintersport- und Outdoorsparte ist betroffen. Zu den Marken, die Newell Brands hält, gehören unter anderem Branchenriesen wie Völkl, K2 Sports, Marker, Full Tilt, Line, Dalbello und Marmot.

Bereits seit einiger Zeit gab es Gerüchte über das Vorhaben. Newell hat die Jarden-Gruppe, der Völkl und Co. früher gehörten, im Dezember 2015 für 15,4 Milliarden Dollar gekauft. Im selben Atemzug hatte das Unternehmen aber angekündigt, alle Beteiligungen auf Rentabilität prüfen und eben jene nicht rentablen gnadenlos aus dem Portfolio streichen zu wollen. Das traf auf die Wintersport-Marken offenbar zu.

Seit Mittwoch ist es offiziell. Die Marken sollen laut Plan bis Mitte 2018 an den Mann gebracht werden. Ansonsten droht laut Geschäftsführung die Einstellung. Die Wahrscheinlichkeit, dass für so große, teils weltweit bekannte Marken kein Interessent gefunden wird, ist zwar gering, doch bisher ist noch kein Käufer gefunden. Die Hoffnung liegt auf dem Winter 16/17. Sollte dieser ähnlich mau ausfallen wie der letzte, sinken die Chancen, dass ein Käufer gefunden wird.

 

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