Ohne Haftbefehl wäre er jetzt wohl tot Festnahme rettet Mann am Flughafen das Leben

Der Brite hätte ohne die OP in der Nacht wohl nicht überlebt. (Symbolbild) Foto: Bundespolizei

Ein Haftbefehl ist selten eine schöne Angelegenheit. Wäre ein Brite aber am Donnerstag am Flughafen nicht festgenommen worden, wäre er wohl schon tot.

 

München - Ohne Festnahme wäre ein 39-jähriger Brite jetzt wohl schon tot, er verdankt sein Leben einem Haftbefehl, den Bundespolizisten am späten Dienstagabend am Flughafen vollstreckten.

Der gebürtige Ghanaer reiste mit der letzten Maschine aus London ein, die Grenzpolizisten entdeckten bei der Kontrolle seines Passes eine Fahndungsnotiz der Osnabrücker Staatsanwaltschaft. Im August 2015 war der Brite wegen zweifacher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 500 Euro plus Verwaltungskosten von 70 Euro oder ersatzweise 50 Tage Haft verurteilt worden. Weil sich der 39-Jährige der Strafvollstreckung entzogen hatte, wurde er zur Festnahme ausgeschrieben.

Aus dem Flugzeug auf den OP-Tisch

Den Haftbefehl vollstreckten die Bundespolizisten nun am Flughafen. Weil der 39-Jährige aber die Geldstrafe nicht begleichen wollte, eröffneten ihm die Beamten, dass er sich auf eine Weiterreise nach Stadelheim vorbereiten müsse. Kurz vor der Abfahrt klagte der Mann dann plötzlich über Herzschmerzen.

Die Polizisten zogen daher einen Arzt hinzu, der den Briten nach kurzer Untersuchung sofort in ein Krankenhaus einweisen ließ. Dort wurde bei dem Mann eine seltene und sehr ernstzunehmende Erkrankung festgestellt, die Ärzte operierten ihn noch in der Nacht. Laut Krankenhaus hätte der 39-Jährige ohne die Operation wohl nicht mehr lange zu leben gehabt.

Da eine Begleichung der Haftstrafe immer noch aussteht, wird der Patient aktuell von Bundespolizisten am Krankenbett bewacht.

 

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