Offizieller Antrag CSU will Hauptbahnhof für Flugtaxis vorbereiten

Der neue Hauptbahnhof in einer Simulation des Architektenbüros Auer. Auf dem Dach sollen Flugtaxis landen. Foto: AZ-Montage

Die Stadtrats-CSU will den Münchner Hauptbahnhof für Flugtaxis vorbereiten. "Der Technologie-Standort München muss diese zukunftsweisende Entwicklung verfolgen", sagt der CSU-Fraktionsvorsitzende Pretzl.

München - "Wenn Sie, vom Hauptbahnhof in München, in zehn Minuten....": Die Worte oder besser Stotterer Edmund Stoibers bei dessen legendärer Transrapid-Rede sind inzwischen ein Youtube-Hit. Und auch wenn aus dem Transrapid nichts wurde, die CSU bleibt der Hochtechnologie nicht abgeneigt.

In einem Antrag an Oberbürgermeister Dieter Reiter fordert die CSU-Fraktion im Rathaus nun, den Hauptbahnhof für Flugtaxis vorzubereiten. "Es ist zu erwarten, dass in wenigen Jahren die Technik so ausgereift ist, dass Flugtaxis für den Personentransport eingesetzt werden können", schreiben die Politiker.

Münchner Hauptbahnhof soll für Flugtaxis tauglich gemacht werden

Daher solle man bei der Neugestaltung des Hauptbahnhofs "dieses moderne Beförderungsmittel einplanen" und "eine geeignete Fläche vorbereiten".

Manuel Pretzl, Fraktionsvorsitzender und Initiator des Antrags, hat ebenfalls klare Vorstellungen: "Mit Flugtaxis wäre es theoretisch möglich, innerhalb von sieben Minuten vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen zu gelangen. Da eine Express-Bahn noch auf sich warten lässt, sollte man offen in alle Richtungen denken. Die Flugtaxis würden wahrscheinlich in rund 400 Metern Höhe über den Gleistrassen schweben. Der Technologie-Standort München muss diese zukunftsweisende Entwicklung wachsam verfolgen".

Flugtaxis sind bereits in der Entwicklung

In der Tat sind Flugtaxis weniger Science-Fiction als man denken mag. Vor den Toren Münchens entwickelt die Firma Lilium Aviation solche Flugtaxis - erfolgreich. Im April 2017 hob der Lilium Jet vom Sonderflughafen Oberpfaffenhofen zu seinem Jungfernflug ab. Der zweisitzige Prototyp schwebte mit der Hilfe von 36 kleinen Turbinen mehrere Meter senkrecht in die Höhe und ging dann nahtlos in den waagerechten Flug über. Eine Schleife und wenige hundert Meter später landete der kleine Jet schließlich wieder - komplett autonom.

Und auch die Bundes-CSU hat das Thema schon entdeckt. Staatsministerin Dorothee Bär sorgte im März für viel Aufsehen (und Spott), als sie im Interview mit dem "heute-Journal" vor Millionen Fernsehzuschauern von ebensolchen Flugtaxis in Bayern träumte.

 

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