Offenbar kein Verbrechen Rätsel um deutsche Weltumsegler-Mumie gelöst!

Die Leiche eines Seglers ist vor der Küste der Philippinen entdeckt worden. Er kam wohl aus Deutschland. Auf der Yacht wurden Papiere und Fotos gefunden. Foto: dpa, az

Der rätselhafte Tod eines deutschen Seglers ging letzte Woche um die Welt. Seine stark beschädigte Yacht trieb vor den Philippinen. Als Fischer das Boot betraten, fanden sie die mumifizierte Leiche des Mannes. Jetzt liegt das Obduktionsergebnis vor.

 

Barobo – Was ist Manfred B. widerfahren? Diese Frage stellten sich seit dem gruseligen Fund nicht nur die Fischer, sondern auch die Polizei. Sie ordnete daher eine Obduktion der Leiche an. Durch die salzhaltige Luft war der Deutsche nämlich so stark ausgetrocknet, dass nicht einmal klar war, wann der Mann gestorben sein könnte.

Schnell machten erste Spekulationen die Runde: Seit Manfred B.s geliebte Frau Claudia 2010 verstorben war, gab es von dem Mann kein Lebenszeichen mehr. Er war mit seiner Yacht "Sayo" in See gestochen und hatte seitdem keinen Kontakt mehr zu Freunden oder Familie. Dementsprechend ging das Gerücht um, die Mumie könnte schon jahrelang mit dem Schiff über die Weltmeere getrieben worden sein.

Die Gerichtsmediziner auf den Philippinen kommen jetzt allerdings zu einem weitaus unspektakuläreren Ergebnis: Laut ihren Untersuchungen sei Manfred B. vor gerade einmal sieben Tagen verstorben. Und auch die Todesursache selbst ist weitaus harmloser, als Gerüchte über einen Piratenüberfall oder eine Verletzung durch einen Wirbelsturm vermuten ließen: B. erlitt, am Tisch sitzend, einen tödlichen Herzinfarkt. Das erklärte ein Polizeisprecher.

 

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