ÖPNV-Lücken schließen Bayerns Verkehrsminister will Bürgerbusse im ländlichen Raum

Der Bürgerbus der Gemeinde Möser im Jerichower Land. Der Bus soll als Ergänzung zum normalen Linienverkehr die Ortsteile der Gemeinde verkehrsmäßig miteinander verbinden. Foto: Peter Förster/dpa-Zentralbild/dpa

Um ÖPNV-Lücken zu schließen fordert Bayerns Verkehrsminister Reichhart (CSU) nun die Einführung von Bürgerbussen.

 

München - Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) will das Verkehrsangebot auf dem Land mit Bürgerbussen verbessern. Die von Ehrenamtlichen gesteuerten Busse sollen den Öffentlichen Nahverkehr ergänzen und die Versorgung dort verbessern, wo es beim ÖPNV Lücken gibt, wie das Ministerium am Montag in München mitteilte.

Es gebe schon einzelne derartige Projekte, etwa in den mittelfränkischen Orten Fürth und Langenzenn sowie im schwäbischen Monheim. Als ehrenamtliche Busfahrer seien dort schon jetzt unter anderem Senioren zwischen 60 und 70 Jahren unterwegs.

20.000 bis 30.000 Euro pro Bürgerbus

Die kleinen Busse können bis zu acht Fahrgäste befördern. Der Freistaat fördere die Anschaffung mit 50 Prozent, das sind bis zu 20.000 Euro pro Bürgerbus. Für barrierefreie Fahrzeuge gebe es bis zu 30.000 Euro. "Unser Ziel ist es, den Kommunen einen Werkzeugkasten an die Hand zu geben, aus dem sie sich für ihre jeweilige Region bedienen können. Die Bürgerbusse sind ein wichtiges Instrument für den ländlichen Raum", sagte Reichhart.

Wer sich ehrenamtlich ans Steuer setzen will, muss dazu eine Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung haben. Für den Erwerb dieses Scheines steuere das Ministerium eine Pauschale von 200 Euro bei.

 

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