Sachbeschädigung am Justizzentrum Öffentlichkeitsfahndung: Polizei sucht diesen Mann

, aktualisiert am 29.06.2018 - 17:01 Uhr
Mit diesen beiden Bildern fahndet die Polizei jetzt nach dem Tatverdächtigen. Foto: Polizei München/Friso Gentsch/dpa/AZ

Der Fall liegt bereits mehrere Monate zurück – jetzt fahndet die Polizei mit Bildern nach einem Mann, der eine Überwachungskamera an der Baustelle zum neuen Justizzentrum in Neuhausen beschädigt haben soll.

Neuhausen - Der Unbekannte hat sich spät in der Nacht auf dem Baustellengelände an der Emma-Ihrer-Straße herumgetrieben. Er montierte eine der Überwachungskameras ab. Schaden: 1.000 Euro. Dabei war der Unbekannte allerdings unvorsichtig. Sein Gesicht ist auf den Aufnahme gut zu erkennen.

Das Video entstand, wie erst am Freitag bekannt wurde, in der Nacht auf den 17. Februar. Jetzt wurde mit richterlicher Genehmigung ein Foto des Tatverdächtigen veröffentlicht. Der Staatsschutz ermittelt.

An der Emma-Ihrer-Straße wird das neue Strafjustizzentrum errichtet. In den letzten Jahren war die Baustelle immer wieder Ziel von Attacken. Die Ermittler vermuten die Täter in der linken und anarchistischen Szene. Mehrere Hundert Straftaten wurden seit Oktober 2012 bei der Polizei registriert. Hauswände wurden beschmiert, Fenster eingeworfen und sogar Autos angezündet.

An den Tatorten fanden sich oft anarchistische Parolen: "Revolte heißt Leben", "Burn all Prisons" und "Smash the state". Der Sachschaden geht in die Hunderttausende. Deshalb wird die Baustelle inzwischen von einem Sicherheitsdienst rund um die Uhr bewacht.


Täterbeschreibung: Männlich, zwischen 20 und 30 Jahre alt, schlanke Figur, schwarze Haare und Bart, bekleidet mit einer schwarzen Daunenjacke, blaue Jeans und weißen Schuhen.

Zeugenaufruf: Wer kann Angaben zur Person auf dem Lichtbild machen? Wer hat im angegebenen Zeitraum in der Emma-Ihrer-Straße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 43, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

10 Kommentare

Kommentieren

  1. null