Obwohl nur dort selbstbewusst Schauspieler Lars Eidinger hat Angst vor der Bühne

Lars Eidinger im ARD-Film "Du bist dran" Foto: WDR/Oliver Feist

Lars Eidinger ist ein erfolgreicher deutscher Schauspieler. Doch bei jedem Auftritt vor Leuten muss er mit einer gehörigen Portion Lampenfieber kämpfen. Er sagt von sich selbst, dass er kein großes Selbstbewusstsein hat. Auf die Bühne zu gehen bedeute für ihn aber, seine Angst zu bekämpfen.

 

Die Schauspielerei ist für Lars Eidinger (37, "Was bleibt") wie eine Therapie. Denn eigentlich hat der gebürtige Berliner Angst davor, auf der Bühne zu stehen, wie er in einem Interview mit der Onlineausgabe des "Südkuriers" verrät.

Es verschaffe ihm eine "große Befriedigung, wenn ich den Mut aufbringe, der Angst entgegenzutreten", erklärt Eidinger. Mittlerweile habe er "Mittel und Wege" gefunden, mit denen er die Angst überspielen könne. Deshalb halte man ihn auf der Bühne auch für selbstbewusst. "Meine eigene Wahrnehmung ist eine ganz andere. Ich bin nicht besonders selbstbewusst, habe aber einen großen Geltungsdrang", so der 37-Jährige.

Zum Thema Angst hat Eidinger auch noch eine ganz pragmatische Sichtweise: "Ich bin überzeugt, dass angstfreie Menschen sozusagen dem Tode geweiht sind, weil Angst eine Grundlage unserer Existenz ist."

Privat führt Lars Eidinger ein ganz normales Familienleben. Er ist mit einer Opernsängerin verheiratet, mit der er eine gemeinsame Tochter hat. Doch in seinem Beruf als Schauspieler blickt der Berliner gerne in tiefe menschliche und soziale Abgründe. Er liebt es, extreme Rollen zu spielen, wie im Münchner "Polizeiruf", in dem er einen transsexuellen Mann gespielt hat. Schließlich sei es "doch viel spannender, extreme Charaktere zu verkörpern, als den Liebhaber in einer romantischen Komödie. So geht es allen Schauspielern. Keiner von uns hat diesen Beruf ergriffen, um sich selbst zu spielen. Deshalb sind diese Krimirollen auch sehr begehrt."

Am morgigen Mittwochabend ist der Charakterdarsteller in dem Fernsehfilm "Du bist dran" in der ARD zu sehen. Dort spielt er einen arbeitslosen Familienvater, der gegen sein verlorenes Selbstwertgefühl ankämpfen muss.

 

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