Oberbayern Süd Verkehrsbilanz für 2017: Mehr Unfälle aber weniger Verletzte

Die Polizei in Oberbayern-Süd hatte auch letzten Jahr einige Verkehrsunfälle zu bearbeiten (Symbolbild). Foto: dpa

Die Polizei hat die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2017 veröffentlicht. Das sind die Zahlen für Oberbayern Süd und den Landkreis München.

 

München - Das Positive vorneweg. 77 Tote bei Verkehrsunfällen im letzten Jahr sind der zweitniedrigste Wert im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd (Rosenheim, Miesbach, Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting, Mühldorf, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen, sowie Landkreis München). Zudem ereigneten sich weniger Unfälle mit Personenschaden, es gab weniger Verletzte.

Überhöhte Geschwindigkeit ist allerdings nach wie vor eine der Haupt-Todesursachen. Im Jahr 2017 waren Raser für fast die Hälfte aller Verkehrstoten verantwortlich. Und: In der Summe ist die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, von 38.088 auf 39.893 Unfälle. 

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Die Gesamtzahlen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Foto: Polizei

Neben überhöhter Geschwindigkeit als Unfallursache ist auch Alkohol am Steuer ein großes Problem. 17 Personen starben und 393 erlitten Verletzungen, weil Fahrer unter Alkoholeinfluss am Steuer saßen - mehr als im Jahr zuvor. 

Radfahrer und Motorradfahrer bleiben Risikogruppen

Eine der Hauptrisikogruppen bleiben Radfahrer, allerdings ging die Zahl der tödlich verunglückten Radler im Jahr 2017 mit 13 um 18,8 Prozentpunkte zurück. Verletzte gab es dafür im letzten Jahr geringfügig mehr (1.894, +3,6 Prozent). Markant ist die erhebliche Zunahme von Pedelecs an Unfällen (von 137 auf 188). Viele der verletzten Radler trugen keinen Helm - laut Polizei würden die meisten Unfälle weniger dramatisch verlaufen, trügen die Radler einen Fahrradhelm. 

Erfreulich ist auch die Entwicklung bei den Fußgängern. Sie waren im Vorjahr wieder seltener an Unfällen beteiligt und wurden dadurch auch weniger häufig verletzt. Die Zahl der getöteten Fußgänger ging ebenfalls von 10 auf 7 zurück. Ebenfalls rückläufig ist die Zahl der an Unfällen beteiligten und verletzten Motorradfahrer. Allerdings kam eine Person mehr ums Leben als noch im Jahr zuvor.

Die Landkreise im Vergleich. Grafik: Polizei

Alles in allem ist die Polizei dennoch zufrieden mit der Entwicklung. Polizeipräsident Robert Kopp: "Es ist erfreulich, dass wir bei der Verkehrsunfallentwicklung trotz zunehmender Mobilität und gestiegenen Kfz-Zulassungen in wichtigen Bereichen einen positiven Trend feststellen können. Verkehrssicherheit geht alle an. Mein Appell an alle Bürgerinnen und Bürger: Helfen Sie mit und seien Sie ein Vorbild im Straßenverkehr. Nehmen Sie den Fuß vom Gas und geben Sie in kritischen Situationen - ganz nach dem Gebot der Vorsicht und der gegenseitigen Rücksichtnahme - lieber nach!"

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