Obduktion soll Identität klären Inferno in Icking: Zwei verkohlte Leichen gefunden

, aktualisiert am 23.07.2018 - 17:42 Uhr
Flammeninferno in Icking - die Bilder vom Feuerwehreinsatz in der Nacht. Foto: Gaulke

Mitten in der Nacht bricht das Feuer aus, das zwei Menschen das Leben kostet. Ein dritter verletzt sich schwer. Die Brandursache ist unklar.

Icking - Kurz vor 3 Uhr morgens geht bei der Feuerwehr der Alarm ein. Als die Männer an dem etwas abseits gelegenen Haus ankommen, steht die etwa 30 auf 70 Meter lange ehemalige Reithalle bereits komplett in Flammen. Auch das Wohnhaus nebenan zerstört das Feuer komplett. Drei der zehn Bewohner werden vermisst, keiner kann sie in dem Chaos finden als gleißend helle Flammen meterhoch in den Himmel empor schlagen. In dem Gebäude bei Icking haben mehrere Familien gewohnt, auch ein Zirkus soll dort Material eingelagert haben.

Stunden später ist es traurige Gewissheit: Bei dem Brand sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Feuerwehrleute entdeckten die beiden Leichen bei einer ersten Begehung des Gebäudes, wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte. Ob es sich um die zwei noch vermissten Bewohner handelte, sei noch unklar. Wie die Polizei mitteilt, sind die beiden "bis zur Unkenntlichkeit verbrannt".

Der 74-jährige Schwerverletzte kommt in eine Spezialklinik

Den dritten zunächst Vermissten konnten die Retter bergen. Er kam mit schweren Verletzungen in eine Spezialklinik. Der 74 Jahre alte Mann musste wiederbelebt werden. Er sei mit einem Hubschrauber nach München gebracht worden, sagte der Polizeisprecher. Sechs Bewohner konnten sich weitgehend unverletzt in Sicherheit bringen.

In einem benachbarten Anwesen ist eine Hundepension. Die Tiere konnten in Sicherheit gebracht werden. Das Feuer brach am frühen Morgen aus. Das Gebäude, ein zum Wohnhaus umgebauter ehemaliger Pferdestall, brannte völlig nieder. Rund 180 Feuerwehrleute aus der gesamten Umgebung rückten an, um die Flammen zu löschen, dabei hat sich ein Feuerwehrmann leicht verletzt.

Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen mehrere hunderttausend Euro. Die Brandursache sei noch unklar, hieß es weiter, die Kripo Weilheim ermittelt.


 

 

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