Nur noch Formsache Toto Wolff will Vertrag bei Mercedes verlängern

Der Österreicher Toto Wolff steht seit 2013 an der Spitze des Rennstalls aus Brackley. Foto: dpa

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff will seinen am Jahresende auslaufenden Vertrag beim Weltmeister-Rennstall der Formel 1 verlängern. Und er sagt: "Die Formel 1 ist das schnellste Labor der Welt - das dürfen wir nicht aufgeben."

 

Brackley - Die Vertragsverlängerung von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff beim Formel-1-Weltmeisterrennstall über das Jahresende hinaus ist wohl nur eine Formsache.

"Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand funktioniert reibungslos, ich habe viele Mitarbeiter, von denen ich jeden Tag lerne, mit denen mir die Zusammenarbeit unheimlich Spaß macht. Insofern können Sie davon ausgehen, dass ich das noch eine Zeit lang machen werde", sagte Wolff der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

Der Österreicher steht seit 2013 an der Spitze des Rennstalls aus Brackley. In den vergangenen drei Jahren gewannen die Silberpfeile die WM-Titel bei den Konstrukteuren und den Fahrern (Lewis Hamilton 2014 und 2015, Nico Rosberg 2016).

"Autos müssen noch schneller werden"

Für Wolff ist Aufgeschlossenheit für mehr Spektakel und neue Technologien die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft der Formel 1 unter dem neuen Eigner Liberty Media. "Wir müssen schauen, wie wir noch mehr Leistung aus diesen Hybrid-Motoren ziehen können. Die Autos müssen noch schneller werden", sagte Wolff: "Die Formel 1 ist das schnellste Labor der Welt - das dürfen wir nicht aufgeben."

Eine Rückkehr zu den Saugmotoren, die sich viele Fans wünschen, ist für den Boss des dominierenden Rennstalls der letzten drei Jahre dabei keine Option. Im Gegenteil. "Wenn das in zehn oder fünfzehn Jahren bedeutet, dass wir hundertprozentig elektrisch fahren, kann ich mir schon vorstellen, dass das in diese Richtung geht."

Er sei bei allem Fortschrittsdenken allerdings "auch ein Verfechter des Sounds", Motorsport sei ein "audiovisuelles Erlebnis", sagte Wolff. Bei der Vermarktung der Motorsport-Königsklasse zeigte sich der Österreicher offen für die Einführung zusätzlicher Bezahlmodelle.

"Ich denke, dass exklusive Inhalte noch wichtiger werden. Man muss sich vielleicht orientieren am Erfolg von Amazon und Netflix - eine ähnliche Entwicklung setzt nun auch im Sport ein", sagte der 45-Jährige. Den Liberty-Plan, auf dem amerikanischen Markt verstärkt Präsenz zu zeigen, unterstützt Wolff ausdrücklich.

 

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