Nürnberg Gefahrgutunfall auf A3 – Ätzende Stoffe in der Luft

Feuerwehrleute mit Atemschutz stehen am Dienstagmorgen nach einem Unfall auf der A3 am Kreuz Nürnberg neben einem umgekippten LKW. Foto: dpa

Großeinsatz am Nürnberger Autobahnkreuz nach dem Unfall eines Gefahrgutlasters. Nachdem der Transporter umkippte, lagen ätzende Gase in der Luft. Die Fernstraße musste für Stunden gesperrt werden.

Nürnberg - Die Autobahn 3 ist am Dienstagmorgen nach einem Lastwagenunfall am Kreuz Nürnberg für Stunden komplett gesperrt worden. Ein mit Gefahrgut beladener Sattelschlepper geriet auf der Fahrbahn in Richtung Regensburg aus bislang unbekannter Ursache ins Schlingern und kippte um, wie die Polizei mitteilte. Der Laster hatte Säcke und Behälter mit Laborreiniger und Waschmittel geladen. Bei dem Unfall wurden sie beschädigt – die ausgetretenen Stoffe verursachten einen Chlorgeruch, der die Atemwege reizte.

Der 51 Jahre alte Fahrer wurde leicht verletzt. Ein 30 Jahre alter Polizist erlitt Verletzungen, weil er die ätzenden Stoffe eingeatmet hatte. Die beiden Männer kamen ins Krankenhaus. Wann die Autobahn wieder freigegeben werden sollte, war zunächst noch unklar. „Das wird auf jeden Fall eine längere Geschichte“, sagte ein Polizeisprecher. Die gefährliche Fracht des Lasters erschwerte die Bergungsarbeiten. Die Feuerwehr war mit Atemschutzgeräten im Einsatz. Die Unfallstelle wurde großräumig abgesperrt, der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen umgeleitet.
 

 
 

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