NSU-Verfahren NSU-Prozess: So rüstet sich die Münchner Polizei

Vor dem Beginn des NSU-Prozesses an diesem Montag (6. Mai) in München hat die Polizei mit der Überwachung des Justizgebäudes begonnen. Polizisten seien vor Ort und beobachten, ob es dort zu Versammlungen oder Demonstrationen komme, sagte ein Sprecher am Samstag in München. Foto: dpa

Vor dem Beginn des NSU-Prozesses an diesem Montag (6. Mai) in München hat die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen intensiviert. Was konkret geplant ist...

 

München - So beobachten Beamte, ob es am Justizgebäude zu Versammlungen oder Demonstrationen kommt, wie ein Polizeisprecher am Samstag sagte. Rund 500 Polizisten sollen am Montag einen störungsfreien Prozessauftakt garantieren. Rund um das Gebäude seien aus Sicherheitsgründen bereits Halteverbotszonen eingerichtet worden. Notfalls würden parkende Autos abgeschleppt.

Die Polizei habe derzeit keine Erkenntnisse über eine konkrete Gefahr – weder von rechten noch von linken Gruppen. Zu den angekündigten Demonstrationen gegen Rassismus und rechte Gewalt erwarteten die Veranstalter insgesamt rund 1000 Teilnehmer. Das „Bündnis gegen Naziterror und Rassismus“ will vor dem Gericht erneut an die Opfer der rassistisch motivierten Mordserie erinnern und einen konsequenten Kampf gegen Rechtsextremismus fordern. Weitere Veranstalter haben unter dem Motto „Zeig Haltung – Gemeinsam gegen Rassismus“ sowie „München bleibt bunt und wird nicht braun“ zu Kundgebungen aufgerufen. Auch der Türkische Volksverein will zum Prozessauftakt demonstrieren.

Der Terrororganisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) werden zehn Morde zugeschrieben, acht Opfer waren türkischer Abstammung. Der Hauptangeklagten Beate Zschäpe wird Mittäterschaft vorgeworfen. Angeklagt sind außerdem vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer.

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