NSU-Prozess NSU-Prozess wertet Computerdaten aus

Nächstes Kapitel im NSU-Prozess: Das Oberlandesgericht München will heute Daten aus einem Computer auswerten. Der Rechner stammt aus der abgebrannten Fluchtwohnung des Terror-Trios in Zwickau.

 

München – Im NSU-Prozess will das Oberlandesgericht München am Donnerstag (9.30 Uhr) Daten von einem Computer auswerten, der im Brandschutt der Fluchtwohnung des untergetauchten Terror-Trios in Zwickau gefunden wurde. Darunter befinden sich Bilder, auf denen mutmaßlich Uwe Böhnhardt in Stuttgart zu sehen ist und die möglicherweise dem Ausspähen neuer Anschlagssziele dienten. Außerdem soll aus den Daten hervorgehen, dass die Hauptangeklagte Beate Zschäpe mit ihren mutmaßlichen Komplizen eine Wette schloss und als Einsatz auch das Schneiden von Videoclips anbot.

Nach Einschätzung einiger Nebenkläger spreche alles dafür, dass sich Zschäpe an der Produktion der Bekennervideos beteiligte und somit von den Verbrechen des NSU gewusst haben muss. Die Bundesanwaltschaft wirft dem «Nationalsozialistischen Untergrund» zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge vor. Außerdem will das Gericht am Donnerstag die Befragung eines Thüringer Polizisten fortsetzen, der Zschäpe im Jahr 1996 vernommen hatte.

 

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