NSU-Prozess Nachbarin beschreibt Zschäpe als "freundlich"

Eine frühere Nachbarin Zschäpes aus Zwickau beschrieb die Angeklagte im Münchner NSU-Prozess als "freundlich" und "zuvorkommend". Foto: dpa

Im Münchner NSU-Prozess hat eine frühere Nachbarin des NSU-Trios in Zwickau die Hauptangeklagte Beate Zschäpe als immer freundlich und zuvorkommend beschrieben.

 

München - Die Zeugin sagte, nach ihrem Eindruck habe Zschäpe alias "Lisa" meist allein in der Wohnung gelebt. Ihr Freund - mutmaßlich Uwe Böhnhardt - sei viel "auf Montage" gewesen und nur ab und zu bei ihr gewesen. Der dritte Mann - mutmaßlich Uwe Mundlos - sei ihr als der Bruder des Freundes vorgestellt worden.

Gelegentlich habe sie sich mit "Lisa" auf dem Hof unterhalten. An ein Gespräch erinnere sie sich besonders gut: Da habe "Lisa" berichtet, sie habe im Radio von einem Banküberfall gehört.

Der "Nationalsozialistische Untergrund" war nach einem Banküberfall in Eisenach im November 2011 aufgeflogen. Die Polizei fand die mutmaßlichen NSU-Terroristen Mundlos und Böhnhardt tot in einem ausgebrannten Wohnmobil. Zschäpe soll dann die gemeinsame Wohnung in Zwickau angezündet haben. Wegen zehn NSU-Morden und zwei Sprengstoffanschlägen muss sie sich vor dem Oberlandesgericht München verantworten. Mit ihr sind vier mutmaßliche Helfer angeklagt.

 

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