NSU-Prozess in München Wohlleben mit erneuter Niederlage vor Gericht

Der mutmaßliche NSU-Terrorhelfer Ralf Wohlleben. (Archivbild) Foto: dpa

Wieder musste der Münchner NSU-Prozess unterbrochen werden: Erneut wies das Gericht eine Beschwerde von Ralf Wohlleben zurück.

München - Der NSU-Prozess ist auch am Dienstag ins Stocken geraten. Das Gericht verkündete zu Beginn der Verhandlung einen Beschluss, in dem es erneut eine formaljuristische Beschwerde des mutmaßlichen Terrorhelfers Ralf Wohlleben zurückwies. Die Wohlleben-Verteidigung verlangte daraufhin wieder eine Unterbrechung der Verhandlung.

Wegen des Verfahrensstreits war die Verhandlung zuletzt vor einer Woche unterbrochen und erst am Dienstagvormittag fortgesetzt worden. Im NSU-Prozess wird die überwiegend rassistisch motivierte Serie von zehn Morden verhandelt, für die sich die Hauptangeklagte Beate Zschäpe als mutmaßliche Mittäterin verantworten muss.

Geplant hatte das Gericht für Dienstag die Vernehmung zweier Zeugen, die über einen Raubüberfall auf eine Postfiliale in Zwickau im Juli 2001 aussagen sollten. Wegen des neuerlichen Verfahrensstreits verzögerte sich die Zeugenvernehmung jedoch. Nach Überzeugung der Anklage hat sich das NSU-Trio in den 13 Jahren seines Lebens im Untergrund mit Banküberfällen finanziert.

 

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