NSU-Morde Bayerische Städte gedenken der Neonazi-Opfer

Ihnen wird nun gedacht: den Opfern von rechtsextremer Gewalt zwischen 2000 und 2007. Foto: dpa

"Wir sind bestürzt und beschämt" und "nie wieder!": Sieben Städte, darunter München und Nürnberg, gedenken mit einer Erklärung gemeinsam der Opfer der Rechtsextremismus.

 

München/Nürnberg - Die Städte, in denen die Opfer der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) starben, haben am Dienstag einen gemeinsamen Text mit dem Namen aller Opfer veröffentlicht. Auf diese Weise wollen sie der Toten gedenken. Darunter sind auch  München und Nürnberg. In geeigneter Weise soll der Text in allen sieben Städten öffentlich gemacht werden. Er lautet folgendermaßen:

„Neonazistische Verbrecher haben zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen in sieben deutschen Städten ermordet: Neun Mitbürger, die mit ihren Familien in Deutschland eine neue Heimat fanden und eine Polizistin. Wir sind bestürzt und beschämt, dass diese terroristischen Gewalttaten über Jahre nicht als das erkannt wurden, was sie waren: Morde aus Menschenverachtung. Wir sagen: Nie wieder!

Wir trauern um

Enver Simsek, 11. September 2000, Nürnberg

Abdurrahim Özüdogru, 13. Juni 2001, Nürnberg

Süleyman Tasköprü, 27. Juni 2001, Hamburg

Habil Kiliç, 29. August 2001, München

Mehmet Turgut, 25. Februar 2004, Rostock

Ismail Yasar, 05. Juni 2005, Nürnberg

Theodoros Boulgarides, 15. Juni 2005, München

Mehmet Kubasik, 04. April 2006, Dortmund

Halit Yozgat, 06. April 2006, Kassel

Michéle Kiesewetter, 25. April 2007, Heilbronn

Gemeinsame Erklärung der Städte Nürnberg, Hamburg, München, Rostock, Dortmund, Kassel und Heilbronn, April 2012“

 

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