Novum in der spanischen Geschichte Schwester von König Felipe VI. vor Gericht

Das hat die Welt und vor allem die spanische Öffentlichkeit noch nicht gesehen: Mit der Infantin Cristina von Spanien saß zum ersten Mal in der Geschichte des Landes eine Verwandte des Königs auf der Anklagebank in einem Gerichtssaal.

 

Es ist ein absolutes Novum in Spanien: Erstmals in der Geschichte des Landes stand eine nahe Angehörige des Monarchen vor Gericht. Infantin Cristina von Spanien, eine Schwester von König Felipe VI., wurde wegen Beihilfe zum Steuerbetrugs ihres Ehemannes Iñaki Urdangarin angeklagt und musste sich am Montag in einem Prozess in Palma de Mallorca zum ersten Mal als Angeklagte vor einem Gericht verantworten.

Ob es wirklich auch zu einer Verurteilung kommt, ist allerdings alles andere als klar: Ihre Verteidiger stellten bereits einen Antrag, die Anklage wieder zurückzuziehen - die Aussichten auf Erfolg seien nicht schlecht. Wie überdies übereinstimmend zahlreiche spanische Medien berichten, drohen der Infantin bei einer Verurteilung bis zu acht Jahren Haft.

In dem spektakulären Prozess um Korruption und Steuerhinterziehung sind weitere 16 Personen angeklagt, darunter auch landesweit bekannte Politiker und hohe Regierungsbeamte.

 

 

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