Nordwestiranische Provinz Aserbaidschan Mehr als 250 Tote nach schweren Erdbeben

Mindestens 250 Menschen wurden bei einem schweren Erdbeben im Nordwesten des Irans getötet, über 1800 Menschen sollen verletzt worden sein.

 

Teheran - Bei den schweren Erdbeben im Iran sind mindestens 250 Menschen getötet worden. Der stellvertretende Innenminister Hassan Kadami sagte der Nachrichtenagentur Fars am Sonntag, in der nordwestiranischen Provinz Aserbaidschan seien zudem über 1800 Menschen verletzt worden.

110 Dörfer seien von dem Beben am Samstag getroffen worden. Die Zahl der insgesamt betroffenen Bewohner sei unklar.

US-Geologen gaben die Stärke der Beben mit 6,3 und 6,4 an, die geologischen Verwerfungen ereigneten sich demnach in fast zehn Kilometern Tiefe. Die Erdstöße trafen die Region binnen 11 Minuten. Am stärksten sollen die Städte Ahar und Varzeghan getroffen worden sein. In einigen Dörfern der Umgebung würden noch zahlreiche Menschen unter den Trümmern vermisst.

Mehr als 800 Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Überlebenden, berichtete ein Sprecher der Hilfsorganisation Roter Halbmond. Die Helfer versuchten derzeit, mehrere mobile Hospitäler aufzubauen. Aus Angst vor Nachbeben hatten tausende Menschen die Nacht im Freien verbracht.

Ein weiteres Problem ist die Bestattung der Opfer. Moslems müssen die Leichen vor der Beerdigung waschen. Da es aber kaum Wasser in den Katastrophengebieten gibt, bleiben zahlreiche Opfer unbestattet. Innenminister Mohammad Najar reiste am Sonntag in das Krisengebiet, um die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren.

 

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