Nischengeschäft für ÖBB Bund will Ausbau des Nachtzug-Angebots nicht mitfinanzieren

Ein Nachtzug der ÖBB (Österreichische Bundesbahnen) steht zur Abfahrt nach Wien im Bahnhof Altona bereit. Foto: Bodo Marks/dpa/dpa

Berlin - Die Bundesregierung steht einem Ausbau des Nachtzugangebots in Deutschland offen gegenüber - an der Finanzierung will sie sich aber nicht beteiligen.

 

Da Nachtzüge nicht Teil des gemeinwirtschaftlichen Verkehrs seien, müssten die Unternehmen selbst über das Angebot entscheiden, "welches sie eigenwirtschaftlich verantworten", heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der Linke-Bundestagsfraktion.

Angesichts stetig wachsender Fahrgastzahlen im Bahnverkehr wird derzeit über die Ausweitung des Nachtzugverkehrs in Deutschland diskutiert. Derzeit betreibt lediglich die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) ein solches Angebot. Sie erkennt dabei auch die Rabattkarten Bahncard 50 und 25 der Deutschen Bahn an. Die ÖBB erzielt mit dem Nachtzugverkehr einen leichten Gewinn. Mit jährlich gut eineinhalb Millionen Kunden in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien ist es aber noch ein Nischengeschäft.

"Die Bundesregierung spricht zwar neuerdings viel vom Klimaschutz, bei den Taten allerdings sieht es mau aus", urteilte die Linke-Abgeordnete Sabine Leidig. "Ich erwarte, dass die Koalition endlich konkrete Maßnahmen auf den Tisch legt, die Nachtreisezüge als Alternative zum Flugverkehr fördern."

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