Nicus Pläne "Die Teams vor uns müssen zittern"

Gekommen um zu bleiben: Maximilian Nicu Foto: sampics/Augenklick

Löwen-Zugang Nicu denkt schon an den Aufstieg. Trainer Maurer jedoch bremst den Ex-Freiburger und setzt ihn auf die Bank

 

München -  Der Neue traut sich was. Vielleicht liegt das ja daran, dass Maximilian Nicu das sportliche Auf und Ab bei den Löwen in den vergangenen Monaten begleitet vom ständigen Führungsstreit nur aus der Distanz verfolgt hat. Dennoch fällt es dem erstligaerfahrenen Neuling des TSV 1860 nicht schwer, das Ziel seiner erst mal auf ein halbes Jahr beschränkten Zeit in München ungewohnt optimistisch zu benennen: „Ich will hier etwas entwickeln, was am Ende hoffentlich im Aufstieg mündet. Nicht wir müssen zittern, sondern die Teams, die vor uns stehen.” Nicht schlecht für einen Mann, der gerade zum Tabellensechsten der Zweiten Liga gewechselt ist.

Ab Montag also soll die blaue Aufholjagd, mit der die Löwen ja schon vor Weihnachten dank vier Siegen aus den letzten fünf Spielen beeindruckend begonnen hatten, fortgesetzt werden. Zum Start gegen Cottbus aber wird sich Neuling Nicu, den die Löwen als kommenden Leistungsträger und langfristigen Ersatz für den abwanderungswilligen Stefan Aigner betrachten, mit einer Zuschauerrolle begnügen müssen. „Er soll sich über den 18er-Kader reinfinden”, sagte Trainer Reiner Maurer, der fehlende Trainingseinheiten des zuletzt in Freiburg freigestellten Offensivspielers monierte.
Nicu, dem Löwen-Star für morgen (70 Bundesliga- und elf Europa-League-Spiele), ist’s egal, dass er zunächst auf der Bank Platz nimmt. Der Deutsch-Rumäne (29) erhofft sich von seinem Wechsel ein langfristiges Engagement und träumt davon, einer der Kernspieler für den angepeilten Aufstieg in einem oder zwei Jahren zu werden – auch wenn sein Vertrag erstmal nur bis Saisonende gilt.

„Wir haben nicht über die nächsten Jahre geredet. Aber wenn das kein Gedanke wäre, gäbe es die Option auf Verlängerung nicht im Vertrag. Ich fühle mich, als ob ich nach Hause gekommen bin, hier will ich bleiben. Die Zeit in Freiburg war ein riesengroßes Missverständnis, jetzt soll alles anders werden”, sagt Nicu. „Ich war da ziemlich allein und habe irgendwo im Schwarzwald gewohnt, wo Viecher in meine Wohnung gekrabbelt sind, von denen ich nicht mal wusste, dass es sie überhaupt gibt.” Kein Wunder also, dass Nicu jetzt sagt: „Wenn ich in den letzten Monaten in München bei meinen Eltern war, habe ich mich besser gefühlt als in Freiburg, obwohl ich da gearbeitet habe. Ich will wieder Leben um mich haben, am liebsten wäre mir eine Wohnung ziemlich zentral, in Haidhausen zum Beispiel.”

Doch zurück zu den forschen Worten des Neulings. Denn an Aigner, der die Löwen nach Saisonende verlassen will, richtet Nicu diesen Satz: „Wenn er erst mal sieht, dass hier wieder eine Perspektive gegeben ist, kann es sein, dass er seine Meinung nochmal ändert.” 

 

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