Sechzig versinkt im Chaos Führungslose Löwen: Ayre und Cassalette schmeißen hin

, aktualisiert am 31.05.2017 - 01:59 Uhr
Geschäftsführer Ian Ayre und Investor Hasan Ismaik waren heute beide nicht im Stadion. Foto: sampics/Augenklick

Das Horrorszenario ist wahr: Die Löwen steigen in die Dritte Liga ab. Schon vor der Niederlage gegen Jahn Regensburg schmeißt 1860-Geschäftsführer Ian Ayre hin. Nach dem besiegelten Abstieg erklärt auch Präsident Peter Cassalette seinen Rücktritt.

München - Der TSV 1860 München steigt sang- und klanglos in die Dritte Liga ab. Den desolaten Auftritt der Spieler auf dem Rasen und das Fehlverhalten vereinzelter Löwen-Fans in der Nordkurve wollten sich die Verantwortlichen beim 0:2 gegen Jahn Regensburg in der Relegation nicht mehr mitansehen.

Ian Ayre nicht mal beim Spiel

1860-Präsident Peter Cassalette und der Bruder von Investor Hasan Ismaik, Yahya Ismaik, verließen ihre Plätze auf der Haupttribüne schon rund eine Viertelstunde vor Spielende. Markant: Der erst vor knapp zwei Monaten vorgestellte Geschäftsführer Ian Ayre war gar nicht in der Arena. Mehr noch: Der Engländer war nicht einmal in München.

Nach AZ-Informationen hatte Ayre schon vor der Partie hingeschmissen. Um etwa 22.49 Uhr - und damit ziemlich genau zweieinhalb Stunden nach dem Abstieg -, verkündete der Verein, dass auch Präsident Cassalette seinen Rücktritt erklärt hat. Die Löwen sind damit in ihrer schwersten Krise seit eineinhalb Jahrzehnten völlig führungslos.

 

Investor Hasan Ismaik war derweil beim Abstieg der Sechzger nicht mal im Stadion. Offiziell hatte der Jordanier beruflich in Los Angeles zu tun. Dennoch irritierte sein Fernbleiben. Schon vor der endgültigen Pleite hatte der Geldgeber auf Facebook "grundlegende Änderungen auf allen Ebenen" gefordert. Mit dem Aus von Trainer Vitor Pereira (alle Infos lesen Sie hier) sowie den Rücktritten von Ayre und Cassalette nehmen besagte Änderungen spektakulär rasant ihren Lauf.

 

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