Neuschnee und Glatteis Winterchaos auf Bayerns Straßen

Auf schneeglatten Straßen kam es am Wochenende zu vielen Unfällen. Foto: fib/LAM

Verkehrsunfälle, Mega-Stau und Lawinengefahr: Der Wintereinbruch hat am Wochenende in Bayern zu teils chaotischen Verkehrsverhältnissen geführt.. Neuschnee und Glätte hatten besonders den Norden des Freistaats am Freitagabend und Samstag fest im Griff, wie die Polizeipräsidien mitteilten.

 

Nürnberg/Hermsdorf - Auf mehreren Autobahnen kam der Verkehr zum Erliegen. Am Sonntagmorgen meldete die Deutsche Bahn in Nürnberg auf den Streckenabschnitten im Allgäu witterungsbedingte Verspätungen von 20 bis 40 Minuten. Derweil kündigte der Deutsche Wetterdienst für die Nacht zum Montag erneut leichten Schneefall an.

Zudem bestand am Sonntag im Allgäu teils erhebliche Lawinengefahr. Im Steilgelände drohten Schneebrettlawinen. Die Behörden warnten aber auch vor Lawinenabgängen in tieferen Lagen.

Rund 100 Unfälle in Unterfranken

Bis zum Sonntagmorgen führten Schnee und Eis in Bayern zu etlichen Verkehrsunfällen. Im niederbayerischen Bischofsmais (Landkreis Regen) kam ein Autofahrer auf eisglatter Fahrbahn ins Schleudern und prallte gegen eine Hauswand. Der Mann wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Offenbar war er angetrunken und zu schnell unterwegs gewesen.

Einsetzender Schneefall verursachte bereits am Samstag in Regensburg in der Oberpfalz etliche Verkehrsunfälle mit Blechschäden. Eine 63-jährige Frau kam auf der spiegelglatten Straße mit ihrem Auto ins Rutschen und prallte gegen einen Baum. Die Fahrerin kam mit leichten Verletzungen davon.

In Unterfranken führte der Wintereinbruch von Freitagnachmittag bis Samstagmorgen zu rund 100 Unfällen mit insgesamt elf Verletzten. Eine Frau wurde in Würzburg von einem Pkw angefahren und dabei schwer verletzt.

Starker Schneefall behinderte den Verkehr auf der Autobahn 3 bei Waldaschaff. Dort ereigneten sich in der Nacht zum Samstag auch die meisten Verkehrsunfälle. Auf der Bundesstraße 26 zwischen Bischborner Hof und der Abzweigung Rothenbuch ging stundenlang nichts mehr. Dort waren auf spiegelglatten Fahrbahnen 15 Fahrzeuge liegen geblieben. Es kam zu mehreren Unfällen. Die B 26 musste für eine Stunde gesperrt werden.

Am schlimmsten erwischte es allerdings die Reisenden auf der Autobahn 9. Dort ging am Freitagabend zwischen Lederhose in Thüringen und Rudolphstein im Landkreis Hof auf bis zu 40 Kilometern nichts mehr. Der Autobahnpolizei in Hermsdorf zufolge mussten Hunderte Autofahrer die Nacht im Schneetreiben auf der Autobahn verbringen. Bei Temperaturen um minus fünf Grad versorgten Feuerwehr und das Technische Hilfswerk die Festsitzenden mit heißen Getränken und Decken. Der Stau löste sich erst am frühen Samstagmorgen auf.

Auch auf der Autobahn 72 nahe Hof blieben an den Steigungen des Saaleaufstiegs immer wieder Lastwagen liegen und blockierten teilweise beide Fahrspuren. Es bildeten sich kilometerlange Staus. Erst nach Stunden konnten Polizei, Autobahnmeisterei und Technisches Hilfswerk den Verkehrsfluss soweit herstellen, dass ein geordneter Räum- und Streudienst möglich war.

Heftige Schneefälle verwandelten am Freitag auch die Autobahn 73 zwischen Eisfeld und Lichtenfels innerhalb kürzester Zeit in eine Rutschbahn. Auf der glatten und schneebedeckten Straße kam es zu fünf Unfällen durch zu hohe Geschwindigkeit. Verletzt wurde niemand.

 

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