Neunter der Nationenwertung Paralympics: Wieder Silber für Deutschland

"Ich habe definitiv Silber gewonnen und nicht Gold verloren", sagt Thomas Schmidberger. Foto: dpa

Die deutschen Sportler blicken auf ein erfolgreiches Wochenende bei den Paralympics zurück. Am Ende holt Thomas Schmidberger noch eine Silbermedaille im Tischtennis.

 

Rio de Janeiro - Tischtennis-Spieler Thomas Schmidberger hat dem deutschen Team zum Abschluss eines erfolgreichen Wochenendes eine weitere Paralympics-Medaille beschert.

Der Team-Weltmeister holte am Sonntagabend (Ortszeit) in Rio de Janeiro Silber. Damit haben die deutschen Behindertensportler nach vier Wettkampftagen vier Gold-, sieben Silber- und fünf Bronzemedaillen gewonnen. Das bedeutet aktuell Platz neun in der Nationenwertung.

Dort führt China (39/30/23) mit großem Vorsprung vor Großbritannien (23/14/19).

Spannendes Endspiel

"Ich habe auf keinen Fall Gold verloren, sondern Silber gewonnen. Es war ein sauenges Match", sagte Thomas Schmidberger nach seiner 1:3-Finalniederlage gegen den Chinesen Panfeng Feng. Im dritten und vierten Satz lag der 24-jährige Europameister von 2013 jeweils schon in Führung. Trotzdem verlor er beide Sätze und damit auch das Match.

"Am Ende haben ganz wenige Bälle entschieden. Er ist der glücklichere, vielleicht auch verdiente Sieger", meinte Schmidberger. Feng hatte im Halbfinale bereits den amtierenden Europameister Thomas Brüchle besiegt. Brüchle verlor anschließend auch das Spiel um die Bronzemedaille gegen den Franzosen Florian Merrien mit 2:3.

Krawzow verpasst Medaille

Schwimmerin Elena Krawzow gehörte über 200 Meter Brust zu den Favoritinnen. Nach 1:17,46 Minuten wurde die 22 Jahre alte Nürnbergerin aber nur Fünfte. Die siegreiche Fotimakon Atimowa aus Usbekistan schwamm in 1:12,45 Minuten einen Weltrekord. Verena Schott schwamm ein starkes Rennen über 100 Meter Brust und wurde Vierte.

Volleyballer schlagen USA

Die deutschen Sitzvolleyballer haben sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach ihrer Niederlage gegen Ägypten besiegten sie diesmal die USA mit 3:2. 15:10 für die deutsche Mannschaft hieß es am Ende im Tiebreak des entscheidenden fünften Satzes.

 

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