Neues von der ausgebüxten Kuh Hoffnung für die Wald-Kuh "Büxi"

Gut Aiderbichl Deggendorf hat schon einen Stall mit Willkommensschild für "Büxi" vorbereitet. Foto: Paul Kaiser/Gut Aiderbichl

Tierschützer setzen sich dafür ein, dass die Wald-Kuh nach Gut Aiderbichl darf, wenn sie endlich gefunden wird

 

Landshut - Die nächsten Schritte zur Rettung der Wald-Kuh "Büxi" sind getan. Nachdem sie ihre Rettungsaktion auf Facebook publik gemacht haben, ist es den Tierschützerinnen Petra H. und Monika K. aus Landshut gelungen, den persönlichen Kontakt zum Viehhändler, dem Eigentümer der entlaufenen Kuh, herzustellen. Diesen haben sie vergangenen Samstag in Vilsbiburg getroffen.

Monika K. ist inzwischen Handlungsbevollmächtige für Gut Aiderbichl (beauftragt von Paul Kaiser von Gut Aiderbichl Deggendorf). Dort ist man bereit, die entlaufene Kuh aufzunehmen. Das heißt, die Tierschützerin kann die nächsten erforderlichen Schritte einleiten.

Der Eigentümer will seine Kuh Gut Aiderbichl schenken

So konnte sie zusammen mit dem Viehhändler, der laut Monika K. sehr kooperativ war, einen Schenkungsvertrag mit Zusatzvereinbarungen wegen der in diesem Fall besonderen Rahmenbedingungen abschließen. Sobald die Kuh Büxi gesichert und in einem Viehwaggon oder Stall verwahrt ist und nach Gut Aiderbichl Deggendorf transportiert wird, kommt die Schenkung zustande. Bis dahin liegt die Haftung noch bei dem Viehhändler.

Ein weiterer Erfolg war das Herstellen des Kontaktes zu Franz Schilcher, pensionierter Polizeibeamter und ein erfahrener Betäubungsfachmann aus dem Landkreis Rottal-Inn, durch die Tierschützerin Christine A. Dieser wird versuchen, die Kuh zu fangen und zu sichern. Dies ist alles mit dem Landratsamt Landshut mit dem Chef der Abteilung "Öffentliche Sicherheit und Ordnung" abgeklärt, dieser hat den Polizeichef von der Polizei Vilsbiburg darüber unterrichtet.

"Der Viehhändler hat Schilcher am Tag der Vertragsunterzeichnung das Gelände gezeigt, in dem Büxi unterwegs ist", berichtet Monika K. Auch mit den Jagdpächtern des Gebietes bestehe ein Einvernehmen. Der Jäger habe Schilcher bei dieser Gelegenheit persönlich kennengelernt und sich mit diesem beraten. Der Betäubungsfachmann werde sich nun in ein paar Tagen im Gebiet um Oberhaarbach, wo sich die Kuh aufhalten soll, auf die Lauer legen und sich dabei mit dem Jäger absprechen.

Die Kuh ist gut genährt und friedlich

"Die Beteiligten hoffen, dass alles so ruhig und schonend wie möglich für Büxi abgeht", sagt Monika K. Die Tierschützer werden kaum aktiv vor Ort sein: "Je weniger Personen in dem Gebiet sind, umso besser."

Bereits vor wenigen Tagen habe eine Anwohnerin die Kuh gesehen, mit der die Tierschützerin in Kontakt steht. Das Tier sei nicht so dünn wie erwartet, sondern gut genährt und alles andere als aggressiv.

Eine weitere gute Nachricht ist, dass die Kosten für die Rettungsaktion nicht so hoch ausfallen wie gedacht, da der Viehhändler die Kuh herschenkt. Außerdem werden die Transportkosten nach Deggendorf von Gut Aiderbichl selbst getragen. Die Tierschützerinnen haben dann nur die Kosten für den Betäubungsspezialisten zu tragen. Hierfür sind aufgrund ihres Facebook-Posts schon genügend verbindliche Spendenzusagen gekommen.

"Sobald Büxi hoffentlich bald in Sicherheit ist, werden die Spender gebeten, ihre Spende auf ein gemeinnütziges Konto zu überweisen", erklärt Monika K. das Prozedere. Wenn mehr Geld eingehe, als für den Betäubungsspezialisten benötigt wird, bekomme Büxi dies als Startgeld für Gut Aiderbichl mit.

Gut Aiderbichl hat schon ein Plätzchen für "Büxi" eingerichtet

Dort erwarte man die junge Kuh bereits und hat schon einen Platz für sie, wie Paul Kaiser mitteilt. Das Tier sei noch jung und ängstlich, aber mit Liebe und Zuneigung werde man es Schritt für Schritt an die neue Umgebung und an ihre ebenfalls geretteten Artgenossen gewöhnen.

Hier ist der öffentliche Facebook-Post von Monika K. ist mit dem Bild der Tierrechtskünstlerin Denise Hof zu finden.

 

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