Neues Projekt Donnersbergerbrücke: Skatepark und Freizeitareal statt Parkplatz?

Viel Licht und als Herzstück ein Platz für Skater und BMX-Fahrer: So könnte der Parkplatz unter der Donnersbergerbrücke in Zukunft aussehen. Foto: Flavio Cucina

Düster, dreckig und laut: Der Parkplatz unter der Donnersbergerbrücke lädt momentan eher nicht zum Verweilen ein. Das könnte sich bald ändern, wenn es nach dem Architekten Flavio Cucina geht.

 

München - Dem Bezirksausschuss Schwanthalerhöhe hat der Architekt Flavio Cucina seine Pläne für eine Umgestaltung des Parkplatzes unter der Donnersbergerbrücke schon vorgelegt: Heller und freundlicher soll es werden, mit einem Skatepark als Herzstück, Parkmöglichkeiten mit Dockingstationen für E-Bikes und E-Scooter, sowie viel Grün drumherum.

Das Konzept, welches der Architekt in Eigeninitiative entwickelt hat, stößt beim BA auf viel Zuspruch. Die Pläne werden jetzt an die städtischen Referate weitergeleitet, damit sie in einer Machbarkeitsstudie überprüft werden. Dabei wird auch die Frage aufkommen, wie man mit den wegfallenden Pkw-Parkplätzen umgeht.

Cucina sieht das pragmatisch: "Die Frage ist nicht, ob wir in naher Zukunft auf Elektrizität umstellen, sondern wann", und verweist damit auf die geplanten Parkmöglichkeiten für elektronische Kleingefährte. Eine Entscheidung wird laut Sybille Stöhr (B90/Die Grünen), Vorsitzende des BA, frühestens in einem halben Jahr fallen. 

Donnersbergerbrücke: Freizeitpark statt dunkler Parkplatz

Neben dem Skateplatz und den Dockingstationen dürfte vor allem die Begrünung und Beleuchtung die 1.000 Quadratmeter große Fläche in ein neues Licht rücken: An den Außenseiten sollen Hydrokulturpflanzen nicht nur die Luft, sondern auch die Wohnqualität in der Gegend verbessern. Außerdem sind ein neues Beleuchtungskonzept mit LED-Leuchten sowie Sitzmöglichkeiten geplant. Ein neuer überdachter Freizeitpark für die Jugend und die Nachbarschaft und zugleich eine Förderung für die zukunftsorientierten Elektrofahrzeuge soll der Bereich laut Cucina werden.

Ein Konzept, welches auch Tobias Kobler vom Skateboarding München e.V. sehr begrüßt: "Das Stichwort ist 'Skate Urbanism' – auf solchen Plätzen sollen sich nicht nur Skater*innen wohlfühlen, sondern auch alle anderen. In Innsbruck wurde so ein Projekt schon erfolgreich durchgeführt. Es wäre erfreulich, wenn dieser düstere Parkplatz zu einem Ort wird, an dem man sich gerne aufhält, egal ob zum Skaten oder um zum Beispiel die Mittagspause zu verbringen."

Für Münchner Skater, BMX-Fahrer und andere Rollsportler wäre ein Skatepark unter der Donnersbergerbrücke auf jeden Fall eine echte Erleichterung, denn derzeit haben sie bei schlechtem Wetter keine Möglichkeit, ihren Sport auszuüben. Der Grund: Es gibt in München und Umgebung zwar viele Skateplätze, aber bisher keinen mit Überdachung. 

Der Spot unter der Donnersbergerbrücke hätte außerdem einen weiteren Vorteil: Durch den dank Autoverkehr ohnehin hohen Geräuschpegel werden Anwohner sich kaum von lauten Skateboards gestört fühlen. 

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