Wie Pasing einst aussah Erst Dorf, dann Stadt, dann einkassiert

Diese Bauarbeiter haben seinerzeit an der Bahnstrecke geschuftet. Foto: Volk Verlag

Ein neues Buch schildert in Texten und Bildern die Geschichte Pasings. Es ist Teil einer Serie des Volk-Verlages, in der schon die Historie einiger anderer Münchner Stadtteile porträtiert wurde.

Pasing - Die Pasinger Vergangenheit reicht zurück bis ins Frühmittelalter – vermutlich im 6. Jahrhundert ließ sich in der Gegend des Inselschlosses eine größere Sippe nieder. Erstmals offiziell „Geschichte geschrieben“ hat Pasing aber erst 763 – aus diesem Jahr gibt es die erste schriftliche, namentliche Erwähnung.

Zunächst wurde Pasing erst einmal ein paar Jahrhunderte lang hin- und hergeschenkt, wie alte Urkunden nahelegen. Bilder gibt es freilich nicht aus dieser Zeit – erst als im späten 19. Jahrhundert die Ansichtskarten populär wurden, wurde Pasing auch fotografisch festgehalten.

Daher wird auch die gar weit zurückliegende Geschichte im Buch eher umrissen. Ausführlicher beschäftigt sich Autor Bernhard Möllmann mit dem letzten Jahrhundert Pasinger Historie.

Einen nicht unwesentlichen Teil davon hat Möllmann selbst miterlebt, er ist alteingesessener Pasinger. 1965 wurde er als Lehrer an das Karlsgymnasium versetzt. Inzwischen ist er freilich pensioniert.

Während Pasing in einem Reiseführer von 1857 noch als Kirchdorf mit 590 Einwohnern beschrieben wird, leben 1905 bereits 7500 Menschen dort - im selben Jahr erhielt das Dorf auch das Stadtrecht. Lang hat’s aber nicht gehalten mit der stolzen Eigenständigkeit. 1938 wurde Pasing in München zwangseingemeindet.

Die recht rasante Entwicklung vom Bauerndorf zum stattlichen Stadtteil, und wie sie ablief, dokumentieren auch die Bilder und Texte im neu erschienenen Buch „Pasing. Vom Dorf zur Stadt zum Stadtteil“.

Pasing. Vom Dorf zur Stadt zum Stadtteil, Volk Verlag, 29,90 Euro

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