Neues Beschäftigungsprojekt "Work & Act": Bühnenreif zum neuen Job

Projektbeteiligte (v.l.): Carmen Dullinger-Oßwald, Vorsitzende des Bezirksausschusses 17, Obergiesing/Fasanengarten, Bürgermeister Josef Schmid, Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, Tanja Franchi, Teilprojektleitung work&act bei der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung (MGS mbH), Norbert Kobald, Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung (MGS mbH), Katja Motschmann, Leiterin Münchner Außenstelle des Deutschen Erwachsenen Bildungszentrums (DEB gGmbH) Foto: Michael Nagy

Das neue Stadtteil-Projekt "Work & Act" will Arbeitslosen aus den Stadtteilen Giesing, Ramersdorf und Berg am Laim eine zweite Chance geben.

 

München – Franco Sparado aus Neuperlach ist zuversichtlich. Seit Oktober 2015 absolviert der 52-Jährige eine Ausbildung zum Betreuungsassistenten für Demenzkranke – im Ausbildungszentrum des neuen „Work & Act“-Projekts, das gestern in Giesing vorgestellt wurde. „Ich möchte mich nach der Ausbildung gerne zusammen mit ein paar anderen aus meiner Gruppe selbstständig machen“, erzählt Sparado der AZ.

„Work & Act“, auf Deutsch „Arbeiten und Handeln“ ist ein Teil des Bundesprogrammes „Biwaq“ (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier), das sich bewusst auf benachteiligte Stadt-und Ortsteile konzentriert. In einer einjährigen Ausbildung können sich vornehmlich Bewohner aus Giesing, Ramersdorf und Berg am Laim zur interkulturellen Pflege-und Betreuungsassistenz oder zur Hausmeister-Service-Assistenz ausbilden lassen. Finanziert wird das Projekt mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Das Besondere: Neben der Ausbildung wird auch Theater gespielt – schließlich bedeutet „act“ auch „auf einer Bühne spielen“. Das soll Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit stärken. 2015 startete das Projekt und läuft zunächst drei Jahre.

Jeweils 40 Teilnehmer besuchen einen Kurs, im Sommer wird die erste Gruppe ihre Ausbildung beenden – und das selbstgeschriebene Theaterstück zur Aufführung bringen. Danach soll es dann so schnell wie möglich in den Arbeitsmarkt gehen: Katja Motschmann, Standortleiterin des Deutschen Erwachsenen-Bildungswerks in München verspricht: „Mindestens 60 Prozent der Teilnehmer werden wir in den ersten Arbeitsmarkt integrieren.“ Neben den drei mal 40 Teilnehmern sollen 210 weitere ein professionelles Jobcoaching erhalten.

 

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