Neueröffnung im Herbst Halle 2 zieht gen Westen

Eine Fundgrube für Schätze und günstige Angebote: Die Halle 2 kommt jetzt von Giesing nach Pasing. Foto: Linda Jessen

Probleme mit der Bausubstanz: Nach nur einem Jahr kommt schon wieder das Aus für das Gebrauchtwarenhaus an der Sachsenstraße.

 

Pasing - Als die Halle 2 in der Sachsenstraße vor einem Jahr nach einem Hehlereiskandal wiedereröffnete, war der Wegzug aus Giesing bereits besiegelt. Denn obwohl durch einige Reparaturmaßnahmen etwas Zeit gewonnen worden war, stellten die Statiker klar: Das Dach ist auf Dauer nicht tragfähig, zumindest wenn Schneemassen darauf liegen wird’s gefährlich. Ende 2016 müsse spätestens Schluss sein mit dem Betrieb.

Nun hat der AWM bei der Suche nach Alternativen Erfolg gehabt. Wie das Kommunalreferat verkündet, wird die Halle 2 im Herbst in die Peter-Anders-Straße umziehen. Geplanter Eröffnungstermin ist derzeit der 7. Oktober. Bis zum Sommer soll der Verkauf am alten Standort weiterlaufen, dann will der AWM mit dem Umzug beginnen.

Schöner, moderner, größer - die neue Halle 2

Moderner und schöner soll die Halle 2 dann sein. Die neue Dependance in einem ehemaligen Schuhhaus gegenüber der Metro ist mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche außerdem deutlich größer als die an der Sachsenstraße, die nur rund 500 Quadratmeter misst.

Auch der Service soll mit der Neueröffnung im Westen verbessert werden. Zum einen sind längere Öffnungszeiten geplant. Zum anderen wird dort auch die direkte Anlieferung von gebrauchten Gegenständen möglich sein. Bisher konnten die Münchner ihre noch werthaltigen Waren nur bei den Wertstoffhöfen abgeben.

Schließung und Neuanfang

Im September 2014 war der AWM gezwungen gewesen, die Halle 2 zu schließen — Grund war ein Hehlereiskandal. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft wird in absehbarer Zeit Anklage gegen die Beschuldigten erhoben.

Inzwischen läuft der Betrieb seit Januar letzten Jahres wieder, allerdings ohne die für Hehler besonders attraktiven Elektrogeräte. In Pasing werden die Elektro- und IT-Geräte, sofern sie die Sicherheitsprüfung überstehen, wieder ins Sortiment aufgenommen. Aktionen wie Repair-Cafés und Versteigerungen will der AWM in der neuen Halle weiter veranstalten.

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Zwischenzeitlich hatte der AWM auch den Münchner Norden als neuen Standort im Blick. Ein anvisiertes Objekt an der Lilienthalallee war dann aber nicht als Verkaufsfläche zugelassen.

Befürchtungen der Anwohner, dass die Verkehrsbelastung durch die Zulieferer und Abholer zunehmen wird, hält SPD-Stadtrat Jens Röver für unbegründet. Er verspricht aber: „Das Verkehrsthema werden wir in der nächsten Bürgerversammlung noch einmal aufgreifen.“

 

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