Neuer Plan von OB Ude Teil 2: Das Moschee-Debakel von Sendling

 

Es ist noch nicht lange her, da wollte der Moscheeverein „Ditim“ ein islamisches Gotteshaus in Sendling bauen – und scheiterte vor allem am Geld. Das türkisch-islamische Kulturzentrum, das seit 1989 in einem notdürftig umgebauten Möbelhaus in der Schanzenbachstraße untergebracht ist, hatte 2004 beantragt, das Gebäude zu renovieren und den Gebetsraum zu vergrößern. Die Nachbarn protestierten heftig gegen die Pläne – die Stadt sprang ein. Anfang 2005 bot sie dem Moscheeverein ein Grundstück am Gotzinger Platz in Sendling an. Schnell wurde ein Kaufvertrag aufgesetzt – doch am Ende ging das Projekt baden. Ditim hatte nicht die finanziellen Mittel für den Moscheebau – und das, obwohl die Stadt mit 90 000 Euro eingesprungen war, als Ditim nur die Hälfte der Grunderwerbssteuer zahlen konnte.

Jahreslanges Ringen, aufgeschobene Fristen, verlängerte Ultimaten – im Oktober 2010 zog der Kommunalausschuss einen Schlussstrich unter das Projekt. Er sah keinen Ausweg mehr und beschloss einstimmig, dass die Stadt von dem Kaufvertrag für das Areal zurücktritt. Rund 100 000 Euro Planungsgebühren für Gutachten und Beratung sind noch offen. Das soll mit den 90 000 Euro verrechnet werden, die der Moscheeverein selbst aufgebracht hatte.

 

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