Neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung Rechtsruck in der Gesellschaft: Menschenfeinde in Turnschuhen

Eine Demonstration der sogenannten Identiären Bewegung, einer neurechten Strömung. Ideologien solcher Organisationen finden mehr Anklag in der gesellschaftlichen Mitte, zeigt eine neue Studie. Foto: Paul Zinken/dpa

Die Nachrichtenredakteurin Lisa Marie Albrecht über weichgespülte Nazis.

 

Dass rechte Überzeugungen gesellschaftsfähig werden, ist der Worst Case für die Demokratie. Doch wir sind auf dem besten Weg dorthin, wie die Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt. Besonders bedrohlich ist der Glaube an Verschwörungstheorien und die Akzeptanz von Rechtspopulismus auch bei Jüngeren.

Denn das ist ein Zeichen dafür, dass die perfide Marketingstrategie neurechter Strömungen aufgeht: Organisationen wie etwa die "Identitäre Bewegung", auch IB genannt, geben sich harmlos, jugendlich, modern, wollen nichts mit dem "Klischee-Nazi" gemeinsam haben. Nicht umsonst nennen sich die Identitären selbst "Ibster" – eine Anlehnung an "Hipster", Anhänger einer neuen, szenigen Subkultur.

Doch von Turnschuhen statt Springerstiefeln soll man sich nicht täuschen lassen: Darin stecken Menschenfeinde. Und für deren Gedankengut darf in der Mitte der Gesellschaft niemals Platz sein.

 

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