Neue Reihe Filmmuseum: Kino der Perestroika

Im Filmmuseum startet jetzt eine neue Filmreihe. Foto: Martha Schlüter

Die neue Filmreihe im Filmmuseum ist eine große Retrospektive zum Thema „Kino der Perestroika“. Am 18. Februar geht's los. 

 

Altstadt - Die neue Spielzeit des Filmmuseums im Münchner Stadtmuseum beginnt mit einer Reihe zur Perestroika: Von Dienstag, 18. Februar, bis Freitag, 27. Juni, wird am St.-Jakobs-Platz 1 ein umfassendes Programm mit 18 ehemals verbotenen Filmen aus der Sowjetunion seit den 1960-er Jahren präsentiert, die erst gegen Ende der 1980-er Jahre gezeigt werden durften.

Die Filme, die in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln laufen, zählen zu den interessantesten und bedeutendsten des sowjetischen Kinos.

Nach dem politischen Umbruch registrierte das sowjetische und bald auch das internationale Publikum gespannt, welche Worte, Motive und auch welche Realitäten nun erstmals gesagt und gezeigt werden durften. Künstlerische Möglichkeiten wurden neu ausgelotet, persönliche Stile entwickelt und gewagte Szenen integriert. Die Filmemacher, ob Altmeister wie Andrej Tarkovskij oder die einer jüngeren Generation wie Aleksandr Sokurov, legten ihre Finger in die Wunden der Gesellschaft und stellten vieles in Frage.

Eröffnet wird die Reihe mit dem Klassiker „Andrej Rubljow“ (1969), der großen Saga von Andrej Tarkovskij, die bildgewaltig verschiedene Episoden aus dem Leben des berühmten Ikonenmalers Anfang des 15. Jahrhunderts erzählt. Der Film wurde verboten und konnte erst 1987 in der vollständigen Fassung gezeigt werden.

Kurz vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion drehte Aleksandr Sokurov seinen Film „Tage der Finsternis“ (1988), ein philosophisches Porträt eines jungen Arztes, der sich freiwillig ins Exil einer kleinen turkmenischen Wüstenstadt zurückzieht und dort den Zusammenhang zwischen körperlicher Gesundheit und seelischem Wohlbefinden erforscht.

Weitere Informationen sowie alle Filme und Termine der Reihe befinden sich im Programmheft des Filmmuseums oder unter www.muenchnerstadtmuseum.de/film.

Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro (Aufschlag bei Überlänge).

Telefonische Kartenreservierungen sind unter 2 33-9 64 50 möglich.

 

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