Neue Fotos vom Verdächtigen veröffentlicht Verstorbener Radler: Familie will Spenden für "Headhunting" sammeln

, aktualisiert am 28.05.2020 - 10:36 Uhr
Mit diesen neuen Fotos fahndet die Polizei nach dem flüchtigen Radler. Foto: Polizei

Die Polizei hat neue Fotos des verdächtigen und nach wie vor flüchtigen Fahrradfahrers veröffentlicht. Zudem gibt es eine Belohnung für Hinweise auf den Mann. Die Familie des Verstorbenen nimmt die Sache nun teilweise selbst in die Hand.

 

München - Im Falle des tödlichen Sturzes eines Fahrradfahrers hat die Polizei neue Fotos des zweiten Radlers veröffentlicht, der im Verdacht steht, den Sturz des 37-Jährigen verursacht zu haben.

Die Fotos stammen ebenfalls aus einer Überwachungskamera und wurden vergrößert. Dementsprechend pixelig und unscharf sind sie. Allerdings hat die Polizei die Beschreibung des Mannes konkretisiert – und auch das Fahrrad kann näher beschrieben werden.

Neue Beschreibung von Fahrrad und Radler

Es handelt sich demnach nicht um ein E-Bike, sondern um ein "normales" schwarzes Mountainbike mit weißen Applikationen am unteren Ende der Gabel und hinteren Ende der Kettenstrebe, mit schwarzer Gepäcktasche am Lenker und einem kurzen Steckschutzblech am Vorderrad.

Der flüchtige Mann wird wie folgt beschrieben: Männlich, ca. 170 - 180 cm groß, 40 - 50 Jahre alt, stämmige Figur, breite Gesichtsform, graumelierte Haare; mittelblaue kurze Hose, azurblaues Shirt oder Weste und schwarzen Längseinsätzen seitlich, weiße kurze Ärmel, braune Schuhe, bräunlicher Rucksack mit weißem Griff am oberen Ende.

Familie will Spenden für Headhunting sammeln

Bislang sind rund 40 Hinweise eingegangen, entscheidende Spuren waren allerdings noch nicht dabei. Das Bayerische Landeskriminalamt hat nun zudem eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euro für Hinweise auf die Identität des Mannes ausgelobt.

Die Familie will die Suche nach dem Verdächtigen nun teilweise auch selbst in die Hand nehmen. Wie Ugur C., der Schwager des Verstorbenen, auf AZ-Nachfrage bestätigte, möchte die Familie Spenden für ein "modernes Headhunting" sammeln. C. prüfe derzeit, ob ein solches Vorgehen rechtlich möglich ist.

37-Jähriger stirbt bei Radl-Unfall in der Hochstraße

Das Opfer Fabio B. (37) hinterlässt eine schwangere Frau. Sie erwartet Zwillinge. Ihr Mann war am 17. Mai abends auf dem Heimweg von einem Ausflug. In der Hochstraße überholte ihn der unbekannte Radler. Dabei soll ihn der Radl-Rambo abgedrängt haben. Beide stürzten. Der Unbekannte flüchtete, das Opfer starb später im Krankenhaus. Zeugen berichteten, der gesuchte Radler sei vor dem Unfall wegen seiner rücksichtslosen Fahrweise aufgefallen.


Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216-3322 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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