Neue Details zur Bluttat in Allach Versuchtes Tötungsdelikt: Zweiter Verdächtiger festgenommen

Die Spurensicherung am Tatort in der Nacht von Freitag auf Samstag. Foto: Thomas Gaulke

Schon wieder endet in München eine Auseinandersetzung beinahe tödlich. Diesmal rückt die Polizei am frühen Samstagmorgen nach Allach aus. Mittlerweile sitzen zwei Tatverdächtige in Haft.

 

Allach - Nach der lebensgefährlichen Attacke auf einen 20-Jährigen im Wohngebiet in Allach geht die Suche nach dem zweiten Tatverdächtigen weiter. Wie die Polizei am Montag mitteilte, konnte er bislang nicht gefasst werden. Der erste Tatverdächtige war bereits wenige Stunden nach der Tat von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) festgenommen worden. Er ist ebenfalls 20 Jahre alt.

Mittlerweile ist klar, wie das Opfer verletzt wurde: "Der Geschädigte hat mehrere Stiche in den Oberkörper erlitten", sagte Polizeisprecher Sven Müller zwei Tage nach der Tat.

Am Tatort wurde auch geschossen

Gleichwohl sind am Tatort auch mehrere Schüsse gefallen. "Sie wurden mit einer PTB-Waffe abgegeben, also mit einer Schreckschuss- oder Gaswaffe", erklärte Polizeisprecher Sven Müller.

Die ermittelnde Mordkommission geht davon aus, dass sich der 20-Jährige und die Verdächtigen kannten. Offenbar geht es um etwas Persönliches, Details zum Motiv hat die Polizei noch nicht bekanntgegeben. "Das bedarf noch weiterer Ermittlungen", so Sven Müller.

Im Zuge der Ermittlungen konnte am 2. Januar durch Spezialkräfte ein zweiter Tatverdächtiger in München festgenommen werden. Gegen den 22-Jährigen erging Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

Schwerverletztes Opfer wählte selbst den Notruf

Wie berichtet, hatte der 20-Jährige nach dem Angriff am Samstag gegen 1.30 Uhr noch selbst mit seinem Handy den Notruf 110 gewählt. Sofort rückte eine Polizeistreife aus. Die Beamten fanden den stark blutenden jungen Mann im Paul-Ehrlich-Weg an der Kreuzung zur Naglerstraße. Der Verletzte wurde in eine Klinik gebracht, er war zunächst nicht vernehmungsfähig. Seit Samstagnachmittag ist der 20-Jährige außer Lebensgefahr.

Die Mordkommission ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.

Versuchter Totschlag in Riem - zweiter Verdächtiger in U-Haft

Eine Woche vor der Tat hatte es in München eine ähnlich brutale Auseinandersetzung gegeben. Bei einem eskalierten Drogendeal in Riem hatte ein 22-Jähriger seinen 20-jährigen Kontrahenten laut Polizei mit "gefährlichen Gegenständen" niedergeschlagen. Dieser erlitt schwerste Kopfverletzungen. Er wurde erst am nächsten Tag in einer Blutlache liegend von Anliegern entdeckt.

Der mutmaßliche Täter sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

 

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