Neue Arena des EHC München Neue Details: So modern wird die Münchner Superhalle

Die neue EHC-Halle soll bald am Olympiapark gebaut werden. Foto: dpa/Felix Hörhager

Es sind nur noch zwei Entwürfe für die neue Multifunktionsarena des EHC Red Bull München im Rennen. Im Sommer nächsten Jahres soll der Bau beginnen - zwei Jahre später zieht der EHC schließlich ein.

München - Eine Spielstätte, das ist auch das Gesicht eines Vereins. Das bisherige Antlitz des EHC Red Bull München, des Triple-Meisters, es ist grau, trist, ein wenig verlebt. Die Olympia-Eishalle, Baujahr 1967, hat nicht nur die besten, sondern auch die guten Zeiten bereits hinter sich.

Jetzt endlich ist klarer, wie das neue Gesicht des EHC – die Multifunktionsarena, die auf dem Gelände des bereits abgerissenen alten Radstadions, entstehen wird – aussehen soll. Von den acht Entwürfen, die von Architekturbüros aus der ganzen Welt eingereicht wurden, sind noch zwei übrig. Bei einer Sitzung des Preisgerichts am Dienstagabend wurden zwei Vorschläge gekürt. Der Entwurf von "3XN Copenhagen" erhielt den ersten Preis, der zweite Preis ging an "gmp Hamburg". Einer der Entwürfe soll realisiert werden. Red Bull wird die Arena vollkommen finanzieren, die Basketballer des FC Bayern und die Stadt München als Langzeitmieter fungieren.

2021 soll die neue EHC-Arena eingeweiht werden

"Für Bau und Betrieb werden die Planungen des ersten und des zweiten Preisträgers von den Partnern Red Bull, FC Bayern und SAP geprüft und miteinander verglichen. Red Bull wird der Stadt München in wenigen Wochen das Ergebnis der Detailarbeit mitteilen und den Stadtrat bitten, grünes Licht für den Bau der neuen Sportarena zu geben", heißt es in einer Mitteilung.

Spatenstich für das Projekt wird nach AZ-Informationen im Sommer, voraussichtlich nicht vor August, 2019 sein. Die Bauzeit für die Multifunktionsarena wird etwas unter zwei Jahre betragen, so dass die Eröffnung für den Beginn der Eishockey-Saison 2021/22 fest eingeplant ist.

Die Baukosten für die Halle werden voraussichtlich 100 Millionen Euro betragen, die Arena 11.500 Zuschauern – darunter gut 1000 VIP-Logen – Platz bieten. Zum Vergleich: Die Kapazität der Olympiaeishalle beträgt 6142 Zuschauer, davon lediglich 1450 Sitzplätze. Aufgrund des Ensembleschutzes des denkmalgeschützten Olympiaparks muss sich die Halle harmonisch in das Gesamtbild integrieren. Die Spielstätte darf die Maximalhöhe von 20 Metern nicht überschreiten. Um den Anforderungen einer modernen Halle zu genügen, wird der Bau daher etwas in die Tiefe gehen.

Don Jackson: Die neue Arena ist "ein großer und wichtiger Schritt"

Das Eisstadion kann mit modernsten technischen Mitteln in kurzer Zeit zu einer Basketball-Halle umgebaut werden und wird dann als Spielstätte für Bayerns Korbjäger dienen, die aber – vorerst – ihre Heimat, den Audi Dome, weiter nutzen werden. Der hat aber, wie auch das Olympia-Eisstadion, seine besten Zeiten definitiv auch bereits hinter sich.

Als langjähriger Namenssponsor für die Multifunktions-Arena, die insgesamt vier Eisflächen beherbergt (die Spielfläche sowie drei Trainings und Publikumsflächen), wird der Software-Entwickler SAP fungieren (AZ berichtete exklusiv). Im Inneren soll die Arena eine der technisch modernsten der Welt werden. "Eishockey hat hier eine tolle Entwicklung genommen, ich freue mich drauf, wenn unser toller Sport in München in einer modernen Halle ausgetragen wird", sagte EHC-Trainer Don Jackson der AZ, "es ist der nächste Schritt. Ein großer und wichtiger."

 

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