Neubau für 190 Millionen Euro Kinderklinik in Großhadern: So wird das neue Hauner

So soll das neue Hauner einmal aussehen. Bald kann der Neubau starten. Foto: Nickl & Partner Architekten

Die Pläne stehen, der Klinik-Neubau für Kinder und Jugendmedizin am neuen Campus der LMU München in Großhadern kann starten. 

 

Hadern -  Der Plan ist endlich fertig: Damit hat der Neubau des Haunerschen Kinderspitals eine weitere Hürde genommen.

Bereits 2015 wurde der Architekturwettbewerb für den Neubau entschieden, gewonnen hatte damals der luftige Entwurf von Nickl und Partner. Die ersten Pläne haben die Architekten gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt München und der Klinikleitung nun weiterentwickelt. Wie das Uniklinikum am Mittwoch mitteilte, sind diese Planungen jetzt abgeschlossen. Das Projekt wird nun dem Landtag zur Genehmigung vorgelegt.

Klinik-Neubau: Diese Veränderungen kommen

Das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin sollte ursprünglich bis 2022 von seinem jetzigen Standort an der Lindwurmstraße nach Großhadern ziehen. Wegen der Umplanungen wird sich das allerdings verschieben. „Derzeit ist der Termin für den Umzug noch offen“, sagte ein Sprecher des Uniklinikums der AZ. Der Zeitplan könnte sich um drei bis fünf Jahre nach hinten verschieben.

Das Neue Hauner wird mit seinem Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin in Großhadern direkt neben der Geburtshilfe entstehen, die erst vor wenigen Jahren saniert worden ist.

Für das Klinikum hat das den Vorteil, dass die Geburtshilfe und die Wöchnerinnenstation in diesem bereits bestehenden Gebäude bleiben können.

Der Entwurf des Neubaus wurde auch dahingehend überarbeitet, dass das neue Gebäude sich in den Campus Großhadern einfügt. Dieser wird in den kommenden Jahren komplett neu gebaut.

Das Neue Hauner wird kompakter ausfallen als beim ursprünglichen Entwurf. Das Gebäude wird 90 auf 90 Meter groß sein. Ursprünglich war eine Länge von 100 Metern angedacht. Dafür sind ein Ober- und Untergeschoss hinzugekommen. Insgesamt wird das Gebäude fünf-, statt dreistöckig.

Weil weniger ausufernd gebaut wird, kann mehr Grün im Patientengarten erhalten bleiben. Insgesamt sind vier Innenhöfe in dem Gebäude geplant, der Klinikbau mit 18.000 Quadratmetern Nutzfläche soll also mit viel Tageslicht durchflutet werden.

Den Eingangsbereich wollen die Architekten ebenfalls freundlich und hell gestalten, es wird Spielmöglichkeiten geben und ein, so heißt es, „geeignetes Gastronomieangebot“.

Kosten von 190 Millionen Euro

Insgesamt wird der Bau 190 Millionen Euro kosten. Der Freistaat investiert 150 Millionen Euro, das Uniklinikum 30 Millionen. Die Stadt München stellt 1,15 Millionen Euro für die Schule für Kranke zur Verfügung. Dort werden Kinder mit chronischen oder langwierigen Krankheiten unterrichtet und betreut. Die restlichen Gelder wurden über Spenden eingenommen.

Wie das jetzige Gebäude des Haunerschen Kinderspitals in Zukunft genutzt werden wird, ist nach Angaben der Uniklinik derzeit noch offen. Genauso wenig ist absehbar, wann diesbezüglich eine Entscheidung fallen wird.

 

 

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