Naturschützer bezweifeln Notwendigkeit Müssen tatsächlich über 700 Bäume für die U5 gefällt werden?

Die U5 soll verlängert werden. Müssen dafür tatsächlich 700 Bäume weichen? Foto: dpa

Der Bund Naturschutz bezweifelt, dass alle Fällungen nötig sind. Die Grünen haken nach.

Laim - Die Verlängerung der U5 bis nach Pasing ist eines der großen und wichtigen Nahverkehrsprojekte in der Stadt. Der Bau wird aufwendig und gerade für die Anwohner entlang der Strecke auch belastend. Etwa in Laim, wo es nun Wirbel um über 700 Bäume entlang der Gotthardstraße gibt.

Zwischen dem Laimer Platz und dem geplanten Bahnhof Willibaldstraße soll die Tunnelbaugrube in offener Bauweise verlaufen. Dem fiele ein Grünstreifen mit dem wertvollen Baumbestand zum Opfer. 939 Bäume stehen im Baufeld, 559 davon fallen unter die Baumschutzverordnung, von diesen müssten wiederum 384 weichen, insgesamt sollen sogar 709 Bäume gefällt werden.

Der Bund Naturschutz bezweifelt, dass tatsächlich alle Bäume für den U-Bahnbau fallen müssen. Vielmehr ginge es bei dem radikalen Einschnitt darum, den Straßenverkehr auch während der Bauzeit aufrecht zu erhalten.

Die Rathaus-Grünen möchten deshalb, dass die Planung noch mal mit Blick auf größtmöglichen Erhalt der Bäume geprüft wird. In einer Anfrage an die Stadt will die Fraktion wissen, wie viele der Fällungen tatsächlich mit den Bauarbeiten in Verbindung stehen. Außerdem wollen die Räte wissen, wie viele Bäume erhalten werden könnten, wenn man die Gotthardstraße, wie eigentlich einmal beschlossen, für den Durchgangsverkehr sperren oder den Linienverlauf verschieben würde.

 

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