Nächster Anbieter am Start E-Scooter: Jetzt kommen die Italiener nach München

München bekommt bald einen weiteren E-Scooter-Anbieter. (Symbolfoto) Foto: Christoph Soeder/dpa

Der Verleiher Helbiz will expandieren – München soll die erste deutsche Stadt sein. Das KVR ist außerdem in Gesprächen mit weiteren E-Scooter-Anbietern.

 

München - In Italien ist die Firma Marktführer, jetzt will Helbiz auch in Deutschland Fuß fassen.

Den Start soll dabei München machen, danach will die Firma auch in Frankfurt und Berlin E-Scooter verleihen. "Die Charakteristika in München sind der in der Stadt Mailand sehr ähnlich", zitiert der aktuelle "Spiegel" das Unternehmen. Helbiz wäre das sechste Unternehmen, welches in München Elektroroller verleiht.

Helbiz will E-Scooter nach München bringen

Auf AZ-Anfrage bestätigte das Kreisverwaltungsreferat (KVR), inzwischen mit dem Unternehmen in Kontakt zu sein. Im Bericht des Nachrichtenmagazins hatte sich die Stadt noch verwundert geäußert, man kenne das Unternehmen nicht. "Wir haben schriftlich mit Helbiz Kontakt aufgenommen", sagte ein Sprecher des KVR nun. "Nach unserem Kenntnisstand will die Firma Ende des Jahres in München starten."

In München haben bis jetzt alle fünf E-Scooter-Verleiher (Tier, Lime, Voi, Circ – und seitdem 26 August Bird) eine freiwillige Selbstverpflichtung unterschrieben. Die Verpflichtung regelt, wie viel Fahrzeuge an welchen Orten in der Stadt abgestellt werden dürfen und wann Reparaturen stattfinden müssen.

So dürfen innerhalb des Altstadtrings zum Beispiel pro Verleiher nur 100 Roller stehen, kaputte Roller müssen sofort aus den Straßen entfernt werden.

KVR verhandelt mit sieben Firmen

Kritik an den Tretern gibt es trotzdem immer wieder. Die Polizei kontrollierte zuletzt vermehrt E-Scooterfahrer, dabei wurden zahlreiche alkoholisierte Fahrer aus dem Verkehr gezogen. Auch die Umweltfreundlichkeit der Roller steht in Frage.

Gut möglich, dass die Diskussionen noch an Schärfe gewinnen, wenn noch mehr Anbieter in die Stadt drängen. Neben Helbiz sei man auch in Gesprächen mit Hive, Floatility, Bolt, Dott, Lab1886, Scoota und BIT Mobility, erklärte das KVR am Freitag.

 

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