Nachwuchs im Tierpark Besucher-Ansturm im Tierpark: Eisbären kriegen Bodyguards!

Bodyguards der Eisbären passen auf, dass es kein Gedränge gibt (v. l.): Lothar Wild, Sabrina Klein, Florian Lindner, Florian Baumert. Foto: Loeper

In Hellabrunn sorgt Sicherheitspersonal dafür, dass der Andrang vor dem Gehege nicht zu groß wird. Zudem wird das Gelände der süßen Tiere videoüberwacht. Auch Absperrgitter sind geplant.

 

Thalkirchen - Die Eisbärchen von Hellabrunn sind besser geschützt als so mancher Hollywood-Star. Seit die Kleinen am Mittwoch zum ersten Mal vor Publikum ihre Außenanlage erkundet haben, schützen täglich drei Sicherheitsleute den flauschigen Nachwuchs.

Zudem wird das Gehege videoüberwacht – aus zwei Gründen: „Zum einen wollen wir die Bärchen immer im Blick haben und wissen, dass es ihnen gut geht“, erklärt Tierpark-Sprecherin Christiane Reiss.

Zum anderen müsse man die Besuchermassen vor sich selbst schützen: „Wenn es vor dem Gehege zu voll wird, greift die Security ein.“

Für die Öffentlichkeit ist dieses Bärchen-TV nicht zu sehen: „Auf Videos waren sie ja nun lange genug zu sehen“, so Reiss. „Jetzt sind die Kleinen draußen, und wir wollen, dass die Leute sie besuchen kommen.“

Und das tun sie. Gleich am Mittwoch kamen rund 7000 Besucher – für einen Wochentag außerhalb der Ferien rekordverdächtig. In bis zu sechs Reihen stehen die Tierfreunde nun täglich vor dem rund 100 Meter breiten Außengehege, um einen Blick auf die Bärchen zu erhaschen.

Für diesen Samstag werden gar bis zu 12000 Besucher erwartet.

Wie der Zoo mit diesem enormen Andrang umgehen soll, weiß dort momentan niemand so genau. „Wir hatten so eine Situation ja noch nie“, sagt Reiss. Hält der Besucherstrom an, müssten aber gesonderte Regeln fürs Eisbär-Viewing her.

An denen arbeitet Lothar Wild von der Sicherheitsfirma Securitas bereits. Als Einsatzleiter der Bärchen-Bodyguards ist er seit Mittwoch am Gehege im Dienst und überwacht die Besucher-Massen.

Bislang halte sich alles im Rahmen: „Morgens stehen etwa 80 Besucher vor dem Gehege. Am Nachmittag sind es bis zu 250.“ Das sei in etwa die kritische Masse. „Werden es mehr, müssen wir eingreifen“, so Wild. „Es soll ja jeder ohne Gedränge etwas sehen.“

Geplant seien Absperrgitter wie 2006 im Berliner Zoo, als Eisbär Knut der Öffentlichkeit vorgestellt wurde: „Wir werden immer rund 250 Leute zum Gehege vorlassen, hinter ihnen absperren und nach zehn Minuten die nächste Gruppe reinholen.“

Eventuell gäbe es dann eine Schlange und Wartezeiten vor dem Gehege. Das sei es aber wert. Wild: „Die kleinen Bären sind schon wirklich süß.“ Momentan, so meint er, habe er den schönsten Security-Job der Stadt.

 

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