Nachbeben des Hacks von 2014 Sony-Hack, die Fortsetzung: WikiLeaks postet Dokumente

Whistleblower Julian Assange Foto: ddp images

Für Sony wird es noch einmal richtig schmutzig: Nach dem Hacking-Skandal von 2014 veröffentlichte WikiLeaks nun tausende Dokumente des Studios.

Wenn Sony Pictures dachte, der Hacking-Skandal des vergangenen Jahres sei ausgestanden, haben sie nicht mit Julian Assange (43) gerechnet. Der Whistleblower und seine Plattform WikiLeaks veröffentlichten am Donnerstag mehr als 30.000 Dokumente und 170.000 E-Mails des Studios. Diese stammen noch von dem Hacking-Angriff, für den Nordkorea verantwortlich gemacht wird.

In einem Presse-Statement erklärte Assange seine Beweggründe, die Dokumente zu veröffentlichen: "Dieses Archiv zeigt die internen Prozesse eines einflussreichen, multinationalen Unternehmens. Es ist nachrichtenrelevant und steht im Zentrum eines geopolitischen Konflikts. Es gehört in die öffentliche Domain. WikiLeaks wird sicherstellen, dass es dort bleibt." Mehr als 100 E-Mail-Adressen aus Kreisen der US-Regierung seien zudem in den Archiven zu finden.

Sony hingegen beeilte sich, die Veröffentlichung zu verurteilen. "Der Cyber-Angriff auf Sony Picures war ein heimtückisches Verbrechen, und wir verurteilen die Indizierung von gestohlenen privaten und vertraulichen Informationen", wird ein Sprecher des Studios in "Variety" zitiert.

Bei der Veröffentlichung von Daten Ende 2014 wurden diverse Informationen über aktuelle und kommende Film-Projekte veröffentlicht. Zudem wurde zum Beispiel aufgedeckt, dass Jennifer Lawrence (24) für den Film "American Hustle" bedeutend weniger verdiente als ihre männlichen Kollegen, und wie hart mit Schauspielerin und Regisseuren ins Gericht gegangen wird. So wurde Angelina Jolie (39) in einer Mail von CEO Amy Pascal als "kaum talentierte, verzogene Göre" bezeichnet.

 

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